# 33 - Petra Zieger: Mit Hotpants ins DDR-Fernsehen

Shownotes

Die „Rocklady des Ostens“ spricht bei Muckefuck & Fernsehfunk über ein Leben zwischen Bühne und Selbstbehauptung: weshalb sie sich gegen Konkurrenzdenken, Manager-Spielchen und Fernsehvorgaben gestemmt hat – und wie sie zusammen mit ihrem Mann und Bandchef Peter Taute ein unschlagbares Doppelpack wurde, beruflich wie privat.

Es geht um Hotpants im DDR-Fernsehen, Kredite für ein Mikrofon, das mehr kostete als ein Auto, und um eine Branche, die „kapitalistisch im sozialistischen Mantel“ funktionierte. Dazu: ein legendärer Dreh auf der Berliner Mauer und Auftritte vor Hunderttausenden in den USA.

Eine Frau, die nie geschniegelt netzwerken wollte, sondern immer nur eins: ihr Ding machen. Sie ist direkt und ehrlich – und bis heute auf der Bühne zu Hause.

Jetzt reinhören in eine Folge über Mut, Musik und ein Leben, das garantiert keine Sekunde langweilig war.

Schreibt uns gerne eure Fragen, Ideen und Anmerkungen an: podcast@supertv.de

Transkript anzeigen

00:00:02:

00:00:07: Ist es denn

00:00:08: wirklich so, dass wir jeden Dreck

00:00:11: der vom Westen kommt, nur kopieren

00:00:13: müssen?

00:00:24: Mit einem Fernsehkünstler ist es wie mit unserem Schweinebraten.

00:00:28: Was?!

00:00:30: Er kriegt auch erst sein richtiges

00:00:32: Gesicht in

00:00:35: eine Röhre!

00:00:38: Das hängt vom Charakter ab.

00:00:41: Verstehst du?

00:00:42: Nein,

00:00:48: aber ich werde es mir merken!

00:00:54: Franzifunk und Muckefunk.

00:00:55: ist nun das eigentlich.

00:00:56: Ich glaube der hundertdreiundachtigste, nein Spaß beiseite!

00:01:00: Das müsste jetzt der einund dreißigste

00:01:02: sein

00:01:03: und alle haben Spaß gemacht.

00:01:04: Ja ich

00:01:05: habe ein bisschen im Gefühl dass das heute so weitergeht.

00:01:08: Also wir kommen zu unserem Podcast der Spaß macht wo wir ein bisschen in die Zeit zurückgehen aber natürlich mit Menschen reden und uns freuen und uns austauschen Im Hier und Heute Leben, sich gut reflektieren können.

00:01:21: Und heute ist es die Rock-Lady Petra Zieger bei der wir zu Gast sind!

00:01:25: Wow...Petra?

00:01:26: Hallo

00:01:27: Petra!

00:01:27: Joa

00:01:28: Rudi!

00:01:28: Ich bin da!

00:01:29: Da ist sie wieder!

00:01:31: Freu mich!

00:01:34: Ja du, wir sind wirklich sehr spannend weil du hast ja auch ein Rack in Roll leben, was in keiner Sekunde langweilig ihr wissen ist.

00:01:42: Dann müssen wir noch paar Sachen rauspicken.

00:01:45: Darf ich anfangen?

00:01:46: Ja, bitte.

00:01:47: Ich habe etwas gelesen in einer großen Zeitung.

00:01:52: Da wurde wieder so eine Nummer gemacht ... Ganz ehrlich, da hab' ich gleich so einen Hals und möchte überhaupt ja nicht weiterlesen.

00:02:03: Warum?

00:02:04: Sag mal!

00:02:05: Na ja, warum muss man in einer Zeitung jemandem, der viel geleistet hat?

00:02:10: Der eigenes gemacht hat.

00:02:12: Der eine Personality ist in dieser Branche!

00:02:14: Warum muss man sagen, sie isst die Tina Turner des

00:02:17: Ostens?!

00:02:19: Ja weil das in Deutschland so ist... Man muss immer verglichen werden.

00:02:21: In eine Schublade gesteckt werden, ist einfach so.

00:02:25: Und es gibt ja doch immer Leute, die sagen wer ist das?

00:02:28: und für die

00:02:30: was nicht wissen, wenn

00:02:32: sich eventuell dann in diese Richtung orientieren, was eigentlich auch gar nicht stimmt.

00:02:37: Aber ich sage mal so von der Energie her und vom Feeling fühle ich mich da gut aufgehoben.

00:02:43: Ja

00:02:43: okay, das ist ja letztes Jahr ein Kompliment davon.

00:02:46: Absolut!

00:02:47: Ich liebe Tina Turner, ich war in vielen Konzerten bei ihr und fand sie sensationell.

00:02:53: Ich habe es allerdings dieses Mal anders gemacht als meine Kollegen gefragt haben ... Bei wem ich heute bin hab' ich gesagt Petra Zieger Neben Tamara Danz, die zweite große Rock-Lady der DDR.

00:03:04: Kannst du damit besser leben?

00:03:06: Da würde ich sofort beiferklatschen.

00:03:08: Mit daneben kann ich nicht leben auf einer Ebene!

00:03:13: Auf dem

00:03:15: Podium?

00:03:16: Obwohl, ich glaube, Tamara hat das nicht so gefallen.

00:03:19: Sie hatte schon dieses Konkurrenzdenken, was ich nie hatte ... Und ich will das auch nicht haben.

00:03:25: Ich glaube, da geht es mir besser und ich finde jeder von uns damals gab's ja viele Frauen oder einige Frauen die wirklich sehr gut im Geschäft waren und die einfach volle Shows geliefert haben in der DDR damals und jede war für sich separat einfach so individuell und so gut dass man sich nicht vergleichen muss oder ein Konkurrenzdenken andenken muss.

00:03:46: also Für mich war das Ich fand die alle gut.

00:03:50: Und ich habe mich darüber nicht geäußert, ich hab mein Ding immer für mich gemacht mit meiner Band und ich war ich.

00:03:57: Man steht ja doch in einem Anführungsstrichen, sag ich das jetzt mal, doch schon im Wettbewerb irgendwie.

00:04:03: Nicht im Sinne von wer ist jetzt höher weiter schneller oder so.

00:04:06: aber man sieht ... Die einzige schöne und gute auf der Welt.

00:04:11: Darum geht es auch nicht, aber Tamara und Cilly haben ja eine andere Art Musik gemacht.

00:04:15: ich war breiter aufgestellt vom Ragenruhe bis zur Ballade und ein bisschen mehr im Mainstream unterwegs.

00:04:21: dadurch hatte ich auch viel mehr Fernsehsendungen konnte überall präsentiert werden mit allen Songs von den Alben.

00:04:28: also man konnte mich wirklich immer Entsprechend der Fernsehsendung irgendwo reinstecken.

00:04:33: Und das war eigentlich für mich auch ganz toll, und ich weiß natürlich dass die Kollegen dann wenn man sich mal gesehen hat was ja selten war, dass sie dann sagen wie kommst du immer in die Fernsehesendungen warum sind wir da nicht tun?

00:04:45: Wo ich denke naja also ich tue gar nix dafür!

00:04:47: Ich mache meine Arbeit, ich liebe Sie und ich bin wie ich bin und dann sagen die hier passt doch rein dort passt doch reinen.

00:04:53: Also wir haben in viele Sendungen gepasst und es hat mir sehr geholfen.

00:04:58: Ja

00:04:58: klar Das war ja auch eine Zeit in der Fernsehen, auch Radiopräsenz natürlich.

00:05:04: Und gerade in dem Staat, in den wir groß geworden sind für Popularität gesorgt haben.

00:05:08: Na ja und für uns war das ja für Peter und mich damals... Wir sind aus Thüringen gekommen und wir wollten eigentlich nicht nach Berlin.

00:05:15: Also das war überhaupt nicht auf unserem Plan.

00:05:18: Wir wären in Thüring geblieben, hätten dort weiter Musik gemacht.

00:05:21: aber als dann das Angebot kam ich habe ja alleine Festivals und habe dann auch Preise gewonnen.

00:05:28: Und dann hat man eben gesagt, du musst nach Berlin, weil in Berlin eben Fernsehen Rundfunk- und Plattenfirma ist.

00:05:34: Dadurch dass ich mit Peter schon zusammen war, das ganz toll!

00:05:37: Weil wir haben uns dann gegenseitig gestützt und haben gesagt naja gut da gehen wir zu dem Bullettenfresser.

00:05:44: Das war auch ganz schwer für uns und nicht einfach.

00:05:47: aber jetzt wollen wir nicht mehr weg.

00:05:48: Schon lange nicht mehr.

00:05:49: Wir fühlen uns sehr wohl hier.

00:05:51: Also klar, wer diesen Podcast jetzt hört, der weiß, wer Petra Tiger ist.

00:05:55: Aber trotzdem falls einer so aus Neugier sagt, wer ist Petra Tiger?

00:05:59: Soll die Tina Turner das Orste sein?

00:06:00: Hören wir mal rein!

00:06:02: Da müssen wir kurz erklären, wer Peter ist, den du eben angesprochen hast.

00:06:05: Ja

00:06:05: also, Peter ist Peter Taute.

00:06:07: Das ist der Mann für alle Fälle aber bitte nur in meinem Fall.

00:06:12: Aber in erster Linie ist er natürlich der Drama-der-Band.

00:06:15: Der Bandleader hat Songs geschrieben und hat die Verträge gemacht, hat sich um die Technik gekümmert... Also Peter hat eigentlich für alles immer einen Kopf hergehalten, hat's Geld eingetrieben und wir haben uns eigentlich immer ins gemachte Nest gesetzt.

00:06:28: Er hat alles vorbereitet und hat dann noch zwei Stunden die Show gespielt.

00:06:32: also ist schon eine Hochleistung, die er da über mit mir jetzt fünfundvierzig Jahre schon betrieben hat.

00:06:38: Ja auch

00:06:38: privat habt ihr ja richtig alle so... Da mach ich alles richtig!

00:06:41: Vielleicht machen wir heute im letzten Drittel unseres Podcasts nochmal ein Beziehungsratgeber oder?

00:06:58: Wir haben gesagt, wir kommen nur im Doppelpack.

00:07:01: Das war schwierig.

00:07:03: Es wollten sie nicht.

00:07:04: Kannst du alleine kommen?

00:07:06: Nein, kann ich nicht!

00:07:08: Und das war auch gut so, weil wir Frauen ... Das muss ich schon mal sagen.

00:07:10: In der damaligen Zeit, wie es heute ist, weiß ich nicht.

00:07:13: Weil ich hab ja auch in jetzt ein gewisses Alter.

00:07:15: Aber damals waren wir schon frewild.

00:07:18: Also wenn ich damit Hotpens da rumgelaufen bin, hatte mir tolle Klamotten für die Bühne genäht und das war schon auch heiß aber es war eben auch angesagt.

00:07:27: Es war völlig up-to-date!

00:07:30: In dem Moment habe ich mir keine Birne gemacht, fand das einfach cool, hat's zur Show gepasst, zur Musik.

00:07:36: Und hab das ausgelebt.

00:07:37: Ja, aber ich habe das auch ausgelebt so.

00:07:39: Aber ich hab niemals gedacht, dass man dann eben auch so sicherlich anecken kann und dass das vielleicht manche Leute für mich ... Zu viel Erotik ist für sie zu viel Erotic oder so?

00:07:54: Aber ich dachte, das gehört dazu!

00:07:56: Ich muss es rauslassen.

00:07:58: Ich muss die Musik leben.

00:08:00: Gab's

00:08:00: da irgendwelche Sittenwächter, der dich versucht hat, da einzuschränken?

00:08:04: Ja, das gab es immer mal natürlich.

00:08:06: Also bei Fernsehsendungen schon.

00:08:09: Dass wir dann gesagt haben hast du noch was anderes mit?

00:08:12: Ich sag ja will ich aber nicht.

00:08:14: und da hatte ich schon wieder der ersten Fettenapf in dem ich saß.

00:08:18: Das ist sehr oft passiert, aber ich habe mich dadurch auch durchgesetzt und hab mein Ding gemacht und mir nicht irgendwas anziehen lassen, was ich nicht wollte Weil für mich war das immer eine Einheit.

00:08:27: Ich habe ja auch mal damals Schneiderin gelernt und ich hab Gesang studiert, und für mich ist es eine gute Sympiose so, dachte ich, das passt gut zusammen.

00:08:35: Dadurch glaube ich, habe ich mich auch ein bisschen abgehoben mit der Art der Kleidung und den Stoffen.

00:08:41: Es gab eigentlich keine Weststoffe in der DDR zu kaufen und ich habe halt immer geguckt ... Wer hat Westforenschaft?

00:08:48: Wer lässt sich was schicken?

00:08:51: Nichts mehr davon.

00:08:52: von den Stoffen und durch die Damalsschneiderei, wo ich in Erfurt gelernt habe.

00:08:56: Da sind immer Frauen gekommen.

00:08:59: Das waren teilweise auch Schausteller und die hatten einmal im Jahr einen tollen Ball Und die haben sich Stoffe im Westen kaufen können oder haben sie geschickt bekommen und wir haben diese tollen Kleider genäht.

00:09:10: Und wenn dann so Fetzen übrig waren, kleine Schnipseln ... Da hab ich die alle aufgehoben.

00:09:14: Ich dachte so wie Patchwork, da muss man schön was draus nähen und wenn nicht nur irgendwas eine Kleinigkeit draus machen und dass irgendwo dranpeppe oder tolle Knöpfe ... Ich dachte, ich will nicht so einen ollen Plastikknopf dran haben.

00:09:26: Dann muss ein schöner Knopf sein!

00:09:30: Das waren eben so Kleinigkeiten, die es ausgemacht haben, wo ich dachte, nee, damit hippe ich mich ab und das passt zu mir So Gespräche führe und die Leute sprechen mich an.

00:09:39: Dann sagen sie immer, ja das war es ja was du da immer anhattest!

00:09:44: Also das mussten wir dann auch haben wo ich denke dass ist mir damals aber nicht so zu Ohren gekommen weißt du?

00:09:49: Wir waren ja so viel unterwegs wenn man überlegt über zweihundert Konzerte im Jahr manchmal noch mehr Und auch immer alleine gespielt.

00:09:56: Wir haben im Selten die Kollegen getroffen, aber eben die Fernsehshows und Klamotches und auf geht's!

00:10:02: Rock'n'Roll!

00:10:03: Aber

00:10:03: sich so dermaßen durchsetzen zu müssen als Thüringerin in Berlin, als Frau in der Branche gegen Wiedrigkeiten wo dich jemand anders haben wollte ... Hast du das realisiert?

00:10:14: Dass du dann innerlich gedacht hast also gegen alles ich bin hier diejenige die den Weg vorgibt.

00:10:20: oder Wie hat sich das entwickelt?

00:10:22: Am Anfang war es schon so, dass ... Das ist mir später erst klar geworden.

00:10:27: Dass die gedacht haben, na ja ... Plont und naiv sag ich jetzt mal.

00:10:33: War ich ganz bestimmt auch.

00:10:34: Also denke ich schon, wenn ich manche Fernsehsendungen sehe oder Interviews, dann denk ich, oh!

00:10:40: Also das war wirklich sehr zurückhaltend und so schüchtern und so.

00:10:45: Und ich weiß noch, Marjana Oppel war im Rundfunk Und wir haben ein Festival gespielt, Pratislavskalyra.

00:10:53: Das ging um Interviews und sie hat mich zur Seite genommen und hat gesagt, Petra, das musst du lernen!

00:10:59: Du musst mit den Leuten sprechen lernen, das ist ganz

00:11:02: wichtig.".

00:11:03: Und dann dachte ich mir, oh Gott, das war schon für mich als ich die ersten eigenen Konzerte gespielt habe sehr anstrengend und ungewöhnlich zu moderieren.

00:11:13: Hier könntest du, Jürgen, du bist ja nun der absolute Crack.

00:11:17: Aber für mich war es wie ein separater Beruf Und für mich ist das auch ein separator Beruf, ein Moderator.

00:11:23: Also das muss man eben wirklich gut können.

00:11:26: und dann habe ich gedacht... Ich muss irgendwie versuchen so eine Verbindung zwischen den Songs und dem Publikum herzustellen.

00:11:32: Das kannst du nur mit setzen!

00:11:36: etwas erzählen.

00:11:37: Und das habe ich dann gelernt und das vergesse ich auch nie, denn mittlerweile kann ich das wirklich gut, dass ich Geschichten erzähle die auch so sehr privat sind also die mich selber bewegen auf der Bühne oder Ich kann mit dem Publikum agieren was ich früher nicht konnte.

00:11:52: ich hab nicht mal meine Eltern im Publikums gesehen So aufgeregt war ich.

00:11:56: Dann denke ich, wir waren auch da, ich sag wo wart ihr?

00:11:59: Ich habe keinen gesehen!

00:12:00: Da haben niemanden gesehen vor Aufregung.

00:12:03: und jetzt kann ich Das alles überblicken und denken.

00:12:06: Jetzt gucken wir mal, wie es denen so geht da unten.

00:12:08: Na ja klar und warte, Routine und dann auch die entsprechende Ruhe und Gelassenheit.

00:12:12: Naja ich bin trotzdem aufgeregt aber habe jetzt eine andere Art der Arbeitsweise und weiß, dass wir alle eine schöne entspannte Zeit haben.

00:12:23: und wenn einer da sitzt, der so ein bisschen muffig guckt und irgendwas ist, dann sage ich was ist denn los?

00:12:28: Und dann pukt die Frau schon in die Ecke!

00:12:31: Und das sei alles gut.

00:12:34: Lass

00:12:34: es dir heute nur gut gehen, wir wollen Spaß haben.

00:12:37: Alles andere zählt nicht und das funktioniert!

00:12:40: Gute Laune verbreiten ... Wir haben genug an der Backe in diesem Land mit uns allen und deshalb ist das für mich, ich sag sowieso immer so, der schönste Beruf für mich weil ich hab's nur mit schönen Dingen zu tun, nur mit Spaß, mit Party.

00:12:57: Und wenn dann Menschen zu mir kommen die mir erzählen wie sie ihnen geht vielen geht es ja wirklich nicht so gut, das erzählen sie ihr dann auch.

00:13:04: Dann baue ich wieder ein bisschen auf und denke an das Gute.

00:13:07: und man muss an das gute glauben und sich nicht an alten Dingen festhalten die einem überhaupt nichts bringen.

00:13:16: Aber das sag ich so, ich muss an mir selber arbeiten.

00:13:20: Muss ich auch immer für mich reflektieren?

00:13:24: Als der Lob wurde Entertainment aufhunden, um die Leute schöne Stunden zu machen und sie vergessen zu lassen.

00:13:30: Wohl dem, der es schafft eine Standorte

00:13:32: zu erreichen ... Aber wir haben nicht gelernt in der DDR.

00:13:35: Wir haben Gesang studiert.

00:13:37: Und dann wurden wir rausgeschickt oder konnten gehen.

00:13:41: Ich weiß noch, in Weimar gab's eine ... Eine Sängerin, die war so gut.

00:13:48: Die hat es toll gesungen und konnte nicht auf der Bühne stehen.

00:13:54: Ich bin irgendwie durchgekommen.

00:13:56: Ich wollte das unbedingt und habe den Spaß nicht dran verloren.

00:13:59: Und glaube ich auch diese Energie und dieses emotionale ... mich bewegt das ja dann immer sehr.

00:14:05: Ich kann da richtig ausrasten.

00:14:08: Deshalb gucke ich mir alles an, wo ich mitmachen kann!

00:14:10: Du

00:14:11: hast mit zwanzig schon in einer Big Band gespielt.

00:14:13: Ja, also da muss man ja auch ein bisschen ...

00:14:17: Da waren wir drei Frauen und vorher war ich an der Rockbandin Gota mit Peter zusammen.

00:14:21: Da habe ich dann die harte Schule so mitgemacht aber dadurch dass ich Peter an meiner Seite habe, das war überhaupt nicht schwer.

00:14:30: Ich war auch eine gute Partnerin.

00:14:33: Wir hatten noch einen Sänger und er hat so'n bisschen wie Chocca gesungen.

00:14:36: Das waren die Phonoklex-Band Und wir sind mit den bis heute befreundet.

00:14:41: Aber das war schon auch diesbezüglich eine Stütze, dass alle Kollegen wussten du bist mit Peter zusammen?

00:14:49: Mit der, ich sag's jetzt mal respektierlich bitte mit Anführungszeichen.

00:14:52: Mit der blonden Maus kannst du ja nicht so rumalbern und den sollst du Finger weg zurückleiten... Man versucht

00:14:57: haben sie es trotzdem!

00:14:58: Ja,

00:15:01: dafür sinds mulig

00:15:02: da.

00:15:02: Das ist auch ein Aufwassermeld.

00:15:04: Ja, aber glaube schon das hat ihr häufig.

00:15:06: Hast du eine Begegnung?

00:15:08: Weil du auch sagst, dass du redest dann noch mit den Menschen wenn die sagen, ich bin nicht so schlecht und so, die sagen oder die Bewunderung zum Ausdruck bringen, dass du als Frau in dieser Branche geschafft hast.

00:15:20: Bis heute stehst du da selbstbewusst kraftvoll auf der Bühne und machst ... Und dazu gehört ja überhaupt nicht.

00:15:26: einfach mal als Frau mehr...

00:15:29: Das mag sein aber das habe ich nie so gesehen!

00:15:31: Also ich hab dann den Unterschied zwischen Mann und Frau gemacht.

00:15:34: Ich hab mein Ding gemacht,

00:15:35: hab

00:15:36: geguckt wie machen die das?

00:15:38: Wie sind die Frauen drauf?

00:15:40: Es kommt einfach so aus mir raus.

00:15:42: Es ist in mir drin und da muss ich immer an meinen Vater denken, der war ja so ein richtiger Toleratsportler zu DDR-Zeiten unheimlich erfolgreich.

00:15:50: Und er hat immer gesagt Mädchen macht das was dir Freude bringt, was dir Spaß macht solange du das kannst.

00:15:56: und So ist es einfach.

00:15:57: also den Vergleich habe Ich nicht gemacht.

00:15:59: aber natürlich Wir haben es schon jetzt in den Gesprächen im Nachhinein, wenn man dann mit dem Publikum so spricht und sagen, wir sind ein Alter.

00:16:08: Wie du das machst?

00:16:09: Ich mach's einfach ... ich denk gar nicht drüber nach!

00:16:13: Und das, ich glaube bei Peter und mir war das auch immer so, wir haben immer nach vorne gedacht.

00:16:18: Wir haben nie zurückgeblickt.

00:16:20: Ich meine selber Geschichten miterlebt was ... Mit uns passiert es ja in der DDR so mit Managern und mit allem einen Theater.

00:16:28: Und ein Stress, dadurch dass wir das dann aber abgehakt haben und haben gesagt, das tut uns nicht gut!

00:16:33: Wir müssen die meiden diese Menschen, müssen wir meiden.

00:16:36: Wir dürfen denen nicht über den Weg laufen, sie dürfen keinen Angriffspunkte bekommen.

00:16:40: Das haben wir gut hinbekommen.

00:16:42: wenn die sich alle da in Rockhausen getroffen haben und gesagt sollen sie machen?

00:16:45: Wir gehen da jetzt nicht hin.

00:16:47: Ja wieso kommst du denn nicht?

00:16:49: Kann

00:16:50: ich.

00:16:50: Ich

00:16:51: wollte sie jetzt auch nicht irgendwie beleidigen, aber ich wusste, das möchte ich nicht in die Konfrontation und die hätte ich dann gemacht!

00:17:00: Ich kann dann nicht da sitzen und Krinsen und Küsschenfraktion bedienen.

00:17:05: Das kann ich nicht.

00:17:07: Die Küsschensfraktion?

00:17:08: Da bin ich also... Das

00:17:10: ist bemerkenswert, finde ich.

00:17:12: Weil in dieser Branche lernt man sehr viele kennen die dann praktisch über ihren Schatten springen und denken na gut, dann gehe ich da mal hin.

00:17:19: es könnte mir ja nützlich sein wenn man so viele Jahre darauf verzichtet hat und trotzdem vorne dabei ist, dann hat man echt schon was geschafft

00:17:28: glaube ich.

00:17:29: Es gibt sicherlich Kollegen diese Küsschenfaktionsnummer so verstärkt fahren müssen weil er ihnen ein Potenzial fehlt Weißt du, die wohnen im Background und machen diese so.

00:17:42: Und machen dann irgendwie ihren Weg?

00:17:44: Aber da fehlt das Potenzial!

00:17:45: Wenn Du Potenzials hast... Ich zeig jetzt mit meiner Hand welche auf.

00:17:49: Petra ja... ...und wenn Du weißt und selbstbewusst was Du kannst und auch weiß was Du nicht kannst, das gehört ja immer alles dazu.

00:17:55: Dann kannst Du natürlich auch kraftvoll sagen, Blödet will ich mich.

00:18:00: Es hat ja auch kein Wehr, doch menschlich.

00:18:03: Jürgens, so tief habe ich nicht gedacht?

00:18:05: Das ist jetzt nicht eine Arroganz ... Ich kann das und brauche es nicht, sondern ich weiß schon, dass das wichtig gewesen wäre.

00:18:13: Bis heute sagt man Diplomatie dazu, dass man sich mit denen zusammen tut und nett ist.

00:18:21: Aber es fällt mir schwer.

00:18:22: Und ich will's eigentlich auch nicht.

00:18:25: Ich weiß auch, wie gut ich bin oder was ich nicht kann.

00:18:31: Das mache ich gar nicht erst.

00:18:32: Also das kann ich ganz gut einschätzen und denke mir dann ... Ich brauche es einfach nicht!

00:18:37: Ich will mich damit so etwas nicht auseinandersetzen.

00:18:40: Das ist nicht mein Ding.

00:18:41: Spannend ist für mich an der Stelle auch, dass es früher auch so war, dass man bestimmte Lager hatte mit denen man sich gut stellen sollte.

00:18:49: So ist es ja heute auch noch.

00:18:50: Du

00:18:50: sagst es?

00:18:51: So bin ich aber groß geworden in der DDR mit dieser Branche die eigentlich Ich sage immer, der Kapitalismus im sozialistischen Mantel war.

00:19:02: Es war für mich eine kapitalistische Branche schon von Anfang an weil ich mit Leuten zu tun hatte die Profis waren und die haben immer in den Westen geguckt wie läuft das da?

00:19:12: Wie macht man das?

00:19:13: Wie geht es?

00:19:14: Wo holt man das Meister raus?

00:19:16: so wen stellt man da auf die Bühne?

00:19:19: schaffen die das?

00:19:20: so wir waren ich war auch ein Ackergaule für jemanden und für mehrere Das wenigste daran verdient, da konnte kaum der Wohnung davon bezahlen.

00:19:29: Die anderen haben davon profitiert.

00:19:31: aber das war meine harte Schule und die habe ich auch mit Peter zusammen durchgestanden.

00:19:37: Alleine hätte ich es vielleicht gar nicht so geschafft glaube ich.

00:19:40: Aber zu zweit haben wir uns dann immer wieder Kraft gegeben.

00:19:45: Was war das für Menschen, von denen du gerade gesprochen

00:19:47: hast?

00:19:47: Du kennst sie.

00:19:48: Ich glaube nicht, dass wir darüber reden sollten, weil ... Du kennste die Menschen, du hast es alles live auch miterlebt, Jürgen und da hast du schon gemerkt in der Branche, wenn die Manager vom großen Benz das Gefühl haben Sie werden entlassen, weil die Benz sich selbstständig frei macht und selber entscheiden möchte Und nicht irgendwie, dass ein Manager sagt Morgen hast einen anderen Bassisten auf der Bühne stehen oder neuen Gitaristen, wo ich denke nein das mache ich nicht mit.

00:20:18: Auf gar keinen Fall!

00:20:20: Ich will ein gutes Klima und gutes Feeling haben.

00:20:26: Das sind doch keine Spielfiguren, die einfach mal hinhehren.

00:20:28: Nein!

00:20:30: Und du weißt ja schon ... Die Hadeschule und das fand ich auch gut damals von dir.

00:20:36: diese Ganz loyale Haltung, ganz gradlinig.

00:20:39: Bei Fernsehsendungen haben wir das öfter erlebt wenn solche Menschen dann durch die Gänge gingen und dann wirklich lauthalz gebrüllt haben.

00:20:48: Und ich werde ja dann zwei Meter groß.

00:20:50: Ich weiß gar nicht wie es geht, wieso?

00:20:54: Gehe ich jetzt ganz gerade vorbei und sehe den links nicht und die rechts nicht.

00:20:58: Jetzt bin ich hier und mach das mal!

00:21:01: Es war mutig hinterher, weil ich manchmal so gedacht habe Das kann man eigentlich gar nicht machen.

00:21:05: Die müssen denken, ich habe einen Knall!

00:21:06: Aber das war mir wurscht...

00:21:08: Was hast du jetzt gemeint?

00:21:09: Warst du gut von Jürgen von Nass?

00:21:11: Diese

00:21:11: Gradlinigkeit als Moderator bei Bong zum Beispiel, wenn wir Fernsehen gemacht haben und es gab so Absprachen Und wir hatten ja schon unsere Band umbenannt.

00:21:21: Dann gibt's immer noch mal ein Gebrülle hinter der Bühne, weil eben dann Manager da sind und die haben alle Angst, dass ihre Band sich auch lösen.

00:21:29: Dann gibts komische Gespräche und ich höre das und denke, Tür zu will ich nicht!

00:21:34: Jürgen hat es ganz einfach... Hat sie auch ignoriert?

00:21:38: Das hab' ich ja mitbekommen und hat sich auf keine Seite gestellt und das war das Gute.

00:21:43: Ja.

00:21:44: Weiß geht es um die Sendung, es geht um euch ... um das was wir für unser Publikum gemacht haben.

00:21:49: Genau, es ging um die Unterhaltung und wir wollten einfach eine gute Fernsehsendung machen und das war super!

00:21:54: War immer super bei dir.

00:21:55: Und klar gab's da im Background überall.

00:21:58: Es ist Konkurrenzdenken.

00:22:00: Das kann man sich gar nicht vorstellen...

00:22:02: Ich find's ganz interessant, dass du so ansprichst weil unsere Hörer natürlich dann auch ... Hören mal wieder auch aus anderem Mund und noch von der anderen Seite beleuchtet, dass dich heute alle so heile Welt war.

00:22:13: Das ist hartes Brot!

00:22:14: Alles weiß ich.

00:22:14: Alle haben sich lieb und alles und so.

00:22:18: Nee, nee, vergiss nicht.

00:22:19: So wie du sagst... Das

00:22:20: ist richtig hartes Boot.

00:22:21: also das...

00:22:23: Da geht auch um viel Geld immer dabei letztendlich.

00:22:25: Kleines Land, kleine Branche... Richtig, eine

00:22:27: Menge Manager die hatten schon ihr Grundstück ihre drei Autos und die Sängerinnen und Sänger standen auf der Bühne und haben sich abgestohlt.

00:22:33: Wir

00:22:33: waren hochverschuldet.

00:22:36: Und haben sich verschuldet für Musikinstrumente und so.

00:22:39: was willst du?

00:22:40: in neuen Bastern?

00:22:40: musst du dir einkaufen?

00:22:41: Du bist da der Manager.

00:22:42: Dann eins zu zehn, eins zu acht tauschen Kredite aufnehmen und wir haben wirklich so viel Geld in Sand gesetzt nur um Technik zu haben, die gut klingt.

00:22:53: Dass wir halt nicht ostmäßig klingen.

00:22:55: Wir wollten halt auch modernen klingen!

00:23:00: Und das hat ja unheimlich viel Geld gekostet.

00:23:02: und wir hatten uns abgestrampelt ... Ich weiß noch mein Bayer-Mikrofon.

00:23:06: Mein allererstes Bayermikrofonsender Mikrone.

00:23:10: Dreißigtausend DDR-Magisch.

00:23:12: Die hatte ja keinen Musiker gehabt also ich als Sängerin nicht.

00:23:16: Also, Kredit.

00:23:18: Wer gibt dir einen Kredit?

00:23:19: Kennen wir ein paar, ne?

00:23:21: Ja!

00:23:22: Die haben Geld gehabt und den Kredit gegeben.

00:23:24: Du warst einfach denn abhängig.

00:23:26: Und das war eine Sache, die wollte ich nicht mehr.

00:23:29: Ich

00:23:29: hoffe im Nachhinein du hast Harry Esker gefahren.

00:23:31: Den hab' ich jetzt auch gesagt.

00:23:32: Der hat nämlich ... der hatte nicht etwas Sinn zu dem Namen.

00:23:35: Ach, siehst du?

00:23:36: Das ist

00:23:36: doch wahrscheinlich mal was wert gewesen.

00:23:39: Ja, reden wir

00:23:39: zu spät rüber wahrscheinlich!

00:23:43: Der hat mir nur mal ein Song aufgeschwatzt.

00:23:45: Den musste ich unbedingt singen.

00:23:46: Der hat mich gar nicht gefallen aber das habe ich dann gemacht.

00:23:50: Dann singe ich den ja.

00:23:51: Tanz im Fieber

00:23:53: der Nacht... Also ich trinke was sich für ein komisches Lied.

00:23:56: Aber

00:23:59: gut, es musste sagen da

00:24:00: musste noch viel Harjesgen-Song auf dem Album sein.

00:24:03: okay, dann bitte.

00:24:04: Das hat man nicht wehgetan.

00:24:06: Erinnerst du dich an Kompromisse, die du machen musstest?

00:24:08: So wie dieser eben.

00:24:09: Wo du aus heute ja sich sagst ... Ach, war nicht nötig!

00:24:13: Doch, Kompromise waren immer nötige eigentlich so.

00:24:16: Aber wie weit geht man?

00:24:18: Das ist einfach die Frage was lässt dazu?

00:24:21: und ich hab ja vorhin gesagt als ich noch sehr jung war und wahrscheinlich auch ziemlich naiv Und die Branche noch nicht kannte und eben wirklich Schritt für Schritt die kennenlernte habe ich mich dann auch mehr und mehr freigeschwommen.

00:24:35: Aber in den ersten zwei Jahren war das schon so, dass ich vieles gemacht habe, wo ich dachte, na ja gut die wissen schon wie es geht.

00:24:42: Und zwar ja auch so teilweise muss man ja auch sagen also die wussten schon im Osten gab's schon viele also Komponisten, Texte Produzenten, die einfach gute Arbeit geleistet haben.

00:24:58: Richtig gute Arbeit und ich meine mich hat es ja dann auch auf den Weg gebracht!

00:25:02: Ich bin ja eine Interpretin, ich bin keine Songschreiberin.

00:25:06: Das

00:25:07: jetzt im Kopf was wir eben gesagt mal auf heute.

00:25:10: wie ist das?

00:25:10: Wie ist die Branche wenn du uns vergleichst?

00:25:14: Wir haben früher immer noch Freiheit hier rufen also für Mikrofon musste keiner drei sich tausend Euro mehr oder das ist alles jetzt einfach.

00:25:23: Was ist heute so für Schwierigkeiten?

00:25:25: Wie muss man sich das vorstellen?

00:25:28: Nach der Grenzöffnung haben wir von vorne angefangen.

00:25:32: Eigentlich ging alles von vorne wieder los, weil niemand war mehr an der Position, wo er vorher war.

00:25:39: Es hat sich alles verändert und uns wurde ja dann auch erzählt und vehement gesagt ... Wir wissen, wie es geht.

00:25:48: Ihr nicht?

00:25:50: Wir zeigen euch den Weg, wie's geht so!

00:25:52: Wart in allen Branchen und in unserer war das auch schon

00:25:55: ... In uns auch.

00:25:56: Und

00:25:56: dadurch... Also was wirklich am extremsten war wir haben vom Live-Geschäft gelebt.

00:26:02: Wir sinds ganze Jahr getourt.

00:26:04: So und auf einmal Wir hatten wirklich noch Glück.

00:26:10: Petra Zygon-Band hatte noch sehr viele Fernsehauftritte, wir hatten ja gerade das Album draußen Das Eis Taut.

00:26:17: Es

00:26:18: war so ein Glücksfall,

00:26:19: oder?

00:26:19: Ja und es war aber Anfang des Jahres schon fertig.

00:26:22: Und dann wollten wir ja auch das Video drehen auf dem Brandenburger Tor mit Ost und West Berlin Und das Fernsehteam von Elf- und Neun-Ninzig, die hatten alle keinen Visa.

00:26:32: Also sie hatten kein Visum und die haben jetzt beantragt... ...und wir als Band hatten das schon weil man hatte uns schon... zu feste wird es geschickt, nach Österreich und also Pregans wo wir alle Preise bekamen.

00:26:44: Und dann hatten sie uns in die Schweiz geschickt und Belgien, Luxemburg und immer mal so für einen Eintritt aber keine Tournee als Präsentationen.

00:26:52: Aber

00:26:52: zu dem Video auf dem Brandurgator kam das ja da letztendlich?

00:26:56: Ja, das kam dazu, aber es hat eben ewig gedauert und als der Letzte seinen Pass hatte war der neunte November schon da.

00:27:06: Da waren die Grenzen schon auf.

00:27:08: Dann haben wir am elften oder zwölften Dezember das Video gedreht, weil wir mussten auch noch auf den Denkmalsschutz warten.

00:27:16: Die mussten ja auch die Genehmigung geben, weil die ganzen Instrumente da hoch mussten.

00:27:20: Besonders Peter sein Schlagzeug.

00:27:22: Das haben sie dann mit einem Flaschenzug da hoch gehieft vorne und wir sind an den Seiten hoch.

00:27:27: Und dann standen wir da am elften oder zwölften, wie gesagt, Dezember im Schnee.

00:27:30: Es war der erste Schnee, der kam und da oben ist es wirklich gefährlich weil das gibt keine glatte Fläche sondern nur so eine Bretter und Lücken und also Stolperfallen, es waren nicht so ohne.

00:27:43: aber ich bin auch auf der Mauer gelaufen und die war ja über drei Meter breit und da war ich wirklich völlig entsetzt dass für ein Monster war Ja ja und dann hatten wir dadurch natürlich neunzig Gute Fernsehsendung.

00:27:58: Es gab keine, wo wir nicht drin waren.

00:27:59: Das ZR der Fieldparade, die Goldeneins in der ARD ... Die RTL-Löwenverleihung.

00:28:06: Jede Sendung waren mit dem Titel das Eistaut drin?

00:28:09: Es war auch eine Symbolrecht.

00:28:13: Ich frage mich gerade die Genehmigung aus Ostberlin wäre gekommen auch vor dem Mauerfall, vor dem neunten November.

00:28:20: Ich glaube jetzt Sie haben sie dann kurz davor gehabt.

00:28:22: ich weiß nicht ob jetzt diese Genehmigungen danach gekommen ist oder das Wieser von irgendeinem Kollegen die da drehen wollten kann ich jetzt nicht so sagen.

00:28:30: aber es war eben als alles soweit da war war die Mauer offen und dann hatten sie erst den Termin auf dem Brandenburger Tor mit uns Anfang Dezember.

00:28:46: Amerikanische Stationen haben wir über den Mauerfall berichtet und da ist eine Band die auf dem Brandenburger Tor, also ein bolträchtiger geht es ja gar nicht.

00:28:53: Und das hat euch natürlich wahrscheinlich auch einen Riesenschub gegeben und der Bekanntheit von

00:28:57: draußen war.

00:28:58: Ja, es gab den Schub aber es war dann trotzdem so, es kam ja keine Leiterveranstaltung und du hast ja nur durch Livegeld verdient im Grunde genommen ich sowieso als Interpretend Und das war nicht.

00:29:12: In Fernsehen hast du ja auch kaum was bekommen.

00:29:13: Du

00:29:14: hast ja keine Gagen da gehabt, es waren Aufwandsentschädigungen im besten Falle ... Ja und das war schon alles eben anders.

00:29:25: aber für uns war das der gute Start.

00:29:27: und dann sind wir in die USA geflogen mit der Band nach Philadelphia haben dort den

00:29:34: Intibenten-Stay.

00:29:37: Genau!

00:29:40: Es war der Interventon-Stay und es war der Geburtstag von Philadelphia.

00:29:44: Genau, ich glaube, dritter Vierter Juli.

00:29:46: Und da haben die hier gerade in Deutschland die D-Mark eingeführt.

00:29:50: Das weiß ich noch!

00:29:51: Ich sehe dann im Fernsehen ... Jetzt stehen alle Schlange wegen der D-Marke, wollten sich ihr Geld abholen.

00:29:57: Wir waren in Philadelphia auf der Bühne mit den Hudas und wir haben vor einer halben Million Menschen gespielt.

00:30:03: Man hat uns gesagt, diese Bühnen.

00:30:06: Das war die Bühne der Rolling Stones.

00:30:08: Sie haben gerade ihre Weltturnee beendet und die stand dann auch noch vor dem Museum of Art auf diesem Plateau, wo wenn man die Rocky-Filme kennt, der Rocky immer hoch gerannt ist und hat trainiert auf diesen Treppen.

00:30:21: Und da auf den Plateaus stand unsere Bühnen.

00:30:23: also ich konnte das eigentlich überhaupt alles gar nicht fassen.

00:30:25: Wir waren nachts

00:30:26: in den

00:30:27: News, wir sind vom Flughafengek oder am Flughafen schon ... Die Band ist aus Deutschland.

00:30:35: Wir machen Aufnahmen, ihr seid nachher in den News.

00:30:40: Wie jetzt?

00:30:41: Ihr seid in den Nachrichten.

00:30:42: Wir ins Hotelzimmer ... Das fand ich schon so witzig.

00:30:45: In Philadelphia waren die Fenster wie im Wilden Westen hochschoben.

00:30:52: Das ist aber auch ein bisschen tricky hier.

00:30:55: Ich sag Peter wir haben kein Fernseher!

00:30:56: Kein

00:30:57: Fernsehr?!

00:30:58: Wie?

00:30:58: Das kann ja nicht sein... Überall geguckt, schrank aufgemacht.

00:31:02: Kam rausgefahren der Fernseher aus dem Schrank.

00:31:04: Da war ich schnell angemacht und die News gehört gesehen.

00:31:09: Die haben uns wirklich gefeiert.

00:31:10: also wir waren ja Aliens für sie.

00:31:13: Ja klar.

00:31:15: Jus ist bestimmt cool aber Top of the Pop wäre

00:31:17: besser gewesen.

00:31:20: Es gab von Philadelphia aus auch ... Wir hatten ein Management aus Hamburg mit und es gab eine Anfrage für eine Tour durch Kalifornien Und die wurde eigentlich überhaupt nicht ... Es wurde gar nicht beachtet, nicht darüber gesprochen.

00:31:36: Es ist im Sande verlaufen.

00:31:39: Aber ich denk da immer, es sollte eben nicht sein und wer weiß wofür's gut ist?

00:31:45: Peter vielleicht ist das die erste Erfahrung einer neuen Welt!

00:31:49: Ich könnte auf Anji, der Manager, die Weltkarriere versprochen

00:31:56: haben.

00:31:56: Die haben wir auch kennengelernt!

00:31:57: Auch mehr als Moderator.

00:31:58: Und ich zitiere dich ... Ja?

00:32:01: Aber beim ersten Treffen, wenn du am Kuhdamm sitzt bei dem Ladder Maggiato, glaubst du die

00:32:07: Scheiße?!

00:32:08: Jürgen, ich hab immer zu Peter gesagt, wir trinken hier Zehntausend Cafés, sitzen uns den Hintern breit und die labern uns die Ohren ab.

00:32:18: Wir erzählen uns das Blaue vom Himmel und es passiert gar nichts.

00:32:22: Und das ist uns ganz oft passiert, aber wir haben auch ganz tolle Leute kennengelernt.

00:32:27: also das muss ich auch sagen durch diese Fernsehsendung haben wir ja dann eben Götz Kiesow kennengelern von der Pulidor damals einen tollen Plattenvertrag bekommen.

00:32:35: er hat immer gesagt Frau Zieger machen Sie kein Fehler kommen sie zu uns.

00:32:39: und ich denke was will der denn?

00:32:42: Es war für mich alles so ... Was machen wir denn jetzt?

00:32:46: Dann haben wir das aber gemacht und nicht bereut.

00:32:49: Das war die nächste Schule, wie da was läuft.

00:32:52: Da war es ja auch ein bisschen ostmäßig, weil mit der Werbung, wenn du jetzt Promotionen machen sollst, willst, musst, müssen wir im Osten nicht machen!

00:33:02: Da ist sie bekannt.

00:33:03: Die haben mehr Platten im Westen gekauft von mir als im Oßen, weil sie uns nicht mehr wollten.

00:33:10: Brauchten sie nicht mehr?

00:33:11: Nee, die kennen war.

00:33:14: Der Bus war.

00:33:14: den Menschen, die heute wieder kommen zu den Konzerten und unsere Sendung hören und sehen und sich freuen.

00:33:21: In dieser Zeit war doch klar.

00:33:23: Das hat sich Jahre eingesperrt und plötzlich ...

00:33:33: Es war eine Übergangszeit und wir haben niemals gesagt, gut bei.

00:33:46: Es gab uns immer.

00:33:48: Wir haben immer durchgezogen und gedacht, wir treffen die noch.

00:33:52: Wir werden sehen, wir haben auch mit Dieter Falk produziert und Helmut Zerlet.

00:33:56: Wir hatten tolle Leute ... Per Werner hat Text geschrieben.

00:34:01: Hartmut Engler hat für mich Texte geschrieben.

00:34:05: Aber es ist nicht so eingeschlagen wie sich das die Plattenfirma gewünscht hätte?

00:34:10: Die Zeit hat es einfach nicht hergegeben.

00:34:12: Und trotzdem haben wir weitergemacht.

00:34:14: und heute treffe ich noch Hermio Klein.

00:34:16: Er war ja auch in Hamburg ein ganz angesagter, toller Kerl der viel bewegt hat.

00:34:23: Wir grinsen uns heute an und sagen, siehst du?

00:34:27: Das ist schön, wenn wir uns in Dresden treffen!

00:34:30: Wir machen mal auch Hopgas mit und helfen unterstützen.

00:34:34: Dann denke ich, das ist irgendwie witzig.

00:34:37: jetzt ... Ich als Rentnerin sage, ich bin gerne Rentner.

00:34:42: Ich bin der arbeitende deutsche Rentner und dabei.

00:34:44: Das macht mir noch Spaß!

00:34:46: Es hat auch nie einen Plan Wege gegeben?

00:34:49: Nein, das habe ich gar nicht nachgedacht.

00:34:53: Ich lasse es auf mich zukommen.

00:34:54: Es kommt immer anders an, als man denkt.

00:34:56: Was willst du dir jetzt in den Kopf machen und du planst?

00:35:00: Daher habe ich eine Freundin, die sich so viele Gedanken macht.

00:35:02: Dann sag ich immer, du kommst dann wieder anders.

00:35:06: Brauchst gar nicht nachdenken.

00:35:07: Lass es auf dich zukommen!

00:35:11: Wenn man ein Ziel hat, dann muss man verfolgen, denke ich.

00:35:14: Wenn man da anfängt auch immer darüber nachzudenken, habe ich einen Plan B?

00:35:17: Ist Energie, die müsste man eigentlich in die andere Sache stecken glaube ich oder?

00:35:20: Ja

00:35:21: ja absolut und du musst ... Wir haben auch dann immer versucht noch ein Manager zu finden für die Band so Petra Ziegerln, wenn wir dann ein Manager das Peter nicht alles an der Backe hatte.

00:35:31: Das war auch viel für ihn.

00:35:33: aber Jedes Gespräch habe ich hinterher gedacht.

00:35:37: Da sage ich, Peter was meinst?

00:35:38: Dann sagt er, ich weiß auch nicht.

00:35:40: Wie welche Richtung geht denn das?

00:35:41: ja?

00:35:42: Da kriegst du vorgeschrieben man macht eine Tournee im Jahr und alles andere ist tingeln!

00:35:48: Ich sag wieso

00:35:49: tingeln?!

00:35:49: Das ist unser Leben!

00:35:51: Das ist nicht tingeln... Das ist unsere Brot!

00:35:56: Das war schon ganz anders.

00:35:58: Und witzigerweise heute ... Ich muss darüber grinsen, dann denke ich immer, ach guckst du dir alle an!

00:36:05: Die Westkünstler mussten alle lernen live oder im Voll- oder Halblebeck weiß ich nicht mehr auch egal.

00:36:12: Anderthalb Stunden oder zwei Stunden oder wenigstens eine Stunde durchzuhalten das haben wir ja gar nicht gemusst und nicht gewollt.

00:36:20: Nach drei Titeln waren sie heiser.

00:36:23: Dann habe ich so gedacht... Ich hab das gelernt.

00:36:28: Und ich habe auch gelernt, mit Krankheit zu arbeiten!

00:36:30: Also für uns war immer Mucke geht vor Katastrophe.

00:36:34: Ja?

00:36:34: Das Bedeutete ist egal... Nur wenn ich in der Waagerechten bin und es geht gar nichts mehr, dann bleib' ich so Hause.

00:36:41: Dann ist das so ... Ich hab mich spritzen lassen.

00:36:43: Ich habe sonst was gemacht.

00:36:46: Mit Fieber hat mein Bassist gespielt und Peter mit einer gebrochenen Hand.

00:36:50: Da hat er eine Flasche Wodka getrunken und gesagt, scheißegal, da gehen wir jetzt durch!

00:36:55: Wir haben's durchgezogen.

00:36:57: Das war nicht immer einfach.

00:36:58: Deswegen habe ich gedacht, vielleicht denken wir als Musiker dann zwischendurch auch mal ... Vielleicht werde ich Manager bei einer anderen Band aber

00:37:05: das Theater willst du nicht am Hals abkommen.

00:37:08: Aber deinem Lebensphilosophie ist glaube ich irgendwo gelesen, nicht immer nach den Sternen greifen also weitermachen und gucken was geht und was sich daraus ergibt?

00:37:16: Genau!

00:37:17: Ja man muss sich schon ein höheres Ziel setzen.

00:37:19: vielleicht das mache ich aber nicht sondern ich denke oh das wäre jetzt nicht schlecht.

00:37:25: Wenn es klappt ist schön und wenn nicht, dann ist das eben so.

00:37:27: Es gab Fernsehsendungen im ZDF wo ich dachte da wäre ich ja zu gerne, kam Nebel zum Beispiel mit der haben wir Rosen für die Frauen gemacht in Dresden dreißig Veranstaltungen im Kulturpalast.

00:37:38: du glaubst nicht dass wir einmal die Chance hatten in diese Sendung zu kommen?

00:37:41: Da kannst du dir die Finger wohnen schreiben es funktionierte einfach nicht.

00:37:45: warum auch immer!

00:37:46: Das liegt sicher nicht an Carmen aber es war einfach so.

00:37:50: Ja, also wir haben internationale Künstler.

00:37:52: Also es tut uns leid und denke ich was sind wir eigentlich so?

00:37:56: Und irgendwann denkst du dir was bringt's?

00:37:59: und heute früher hat man ja noch muss jetzt auch nochmal sagen Früher hat man wenn man zu der Fitparade gemacht hat.

00:38:05: Platten verkauft CDs später noch verkauft.

00:38:07: Heute Wenn Du Fernsehen machst kannst du sie in deine Witter schreiben.

00:38:11: schön Ich war bei der Sendung und weiter

00:38:13: Betrifft Deine Kollegen, das haben wir auch Zeit zueinander zu reden aber mehr nicht Ja,

00:38:21: aber was erzählen sie dir dann?

00:38:22: Muss ich jetzt auch mal sagen.

00:38:23: Jürgen, Steffi ... Ich meine wenn man sich so im Smalltalk unterheilt ist es immer alles.

00:38:28: ah!

00:38:29: Alles is easy und schön.

00:38:31: Keiner erzählt dir doch wirklich wie's ihm geht.

00:38:34: Wenn du hinter die Kulissen schaust können Sie nicht mehr die Miete bezahlen heutzutage weil eben alles so extrem geworden ist.

00:38:39: Und das ist jetzt noch viel viel schlimmer Als wir uns jetzt hätten je erträumt, wo du denkst ... Das kann nicht sein.

00:38:46: Kultur ist nicht systemrelevant?

00:38:48: Was ist das für ein Scheißsatz?

00:38:50: Entschuldigung!

00:38:51: Aber es geht gar nicht.

00:38:53: Oder?

00:38:53: Kultur ist wichtig und Kultur ist breit aufgestellt.

00:38:57: Also wir reden ja nicht nur so weit kenne ich dich über Rockmusik und Schlager, sondern Kultur ist viel!

00:39:04: Und wenn man sich ansieht dass da die Wertschätzung oder wie die aussieht mit Zuwendung und der gleiche Mehrbucke hast du völlig recht es hatte auch für eine Fehleinschätzung Katastrophe.

00:39:15: Und wir wissen ja natürlich, ich weiß heute auch dass die DDR also so clever war das sie die Kultur hat hochleben lassen um das Volk ein bisschen ruhig zu stellen oder in eine Lage zu versetzen wo sie nicht ganz so... Das ist mir später dann auch klar geworden.

00:39:33: aber wir wissen es tut gut und wir brauchen etwas was uns allen guttut und das ist einfach Kunst und Kultur.

00:39:39: Wer klagt gibt aber auch Gesellschaftsordnungen, die Kunst und Kultur nutzen für ihre Zwecke.

00:39:43: Und dann haben wir in der DDR erlebt, da kann man sagen...

00:39:45: Die Sportler haben sie ja auch benutzt!

00:39:47: Das ist auch denen klar, ne?

00:39:50: Aber trotzdem haben wir das gemacht was wir lieben und was wir können.

00:39:54: Wir haben das nicht uns wurde es nicht aufdoktiert sondern wir haben das eben einfach gemacht und wir mussten's auch studieren.

00:40:00: Wir konnten nicht einfach sagen ich bin jetzt mal Sängerin oder hier Nein, das musst du schon in Abschluss machen.

00:40:06: Dann kannst du nicht einfach so loslegen ... Heute kann jeder alles machen!

00:40:09: Und es kam nie irgendwer, der gesagt hat, du musst jetzt mal ein Friedenslied ins Repertoire nehmen oder

00:40:14: so?

00:40:14: Wenn er das gesagt hätte, dann hätte ich gesagt ne mache ich nicht, mach was ich will.

00:40:18: Ich bin in Wetter!

00:40:20: Ja.

00:40:20: Furchtbar!

00:40:21: Das hat mir auch nicht gut getan.

00:40:22: Ich weiß noch, ich hab Dieter Thomas Heck, ich hatte eine Fernsehsendung im Baden-Baden.

00:40:29: War wunderschön und die Ragen hielt von Dieter Tomas Heck, die Frau.

00:40:33: Und dann kam zu mir und sagt, das was du da an hast, kannst du nicht anziehen.

00:40:39: Ich hatte so Lederhautpens an und eine schöne tolle Bluse dazu.

00:40:44: Ich wollte singen ... Ich hatte ein schönes Lied.

00:40:47: Liebe gibt es nicht zu kaufen?

00:40:49: Dann sagt sie ... Was

00:40:50: für falsche Anrufung dafür!

00:40:51: Dann hat sie gesagt, ich habe etwas anderes

00:40:54: gesagt.

00:40:56: Dann hat sich gesagt, Lust hab ich da gesungen.

00:41:03: Jürgen Triffs hat das moderiert.

00:41:05: Ich hab Lust gesungen, ich habe Lust mit Schweißnass und Schwindelig zu drehen!

00:41:10: Und da hatte ich diese Sache an und er sagte, kannst du nicht die Jeans anlassen von der Probe?

00:41:15: Sorry, nee kann ich nicht.

00:41:16: Ich habe nie wieder eine Sendung gekriegt.

00:41:18: Da wissen ... Das hat sich erledigt damit.

00:41:20: So war das.

00:41:22: Ich wusste dann auch warum.

00:41:24: aber

00:41:25: take

00:41:26: it easy.

00:41:28: Ja, das ist schon ein spannendes Medier.

00:41:30: Also dass so viele Feinheiten und so viele Fettnäpfchen stolper fallen.

00:41:35: Aber man

00:41:35: muss schon stark sein!

00:41:36: Da muss man stark sein, oder?

00:41:38: Aber in dem Gespräch fast mehr nach der Wende als vor der Wände habe ich ein bisschen das Gefühl.

00:41:42: Vor der Winde war irgendwie

00:41:43: klar... Pass mal auf!

00:41:44: Das ist die Vorderwende kann ich dir sagen.

00:41:47: Angefangen hab' ich mit meiner eigenen Band.

00:42:02: Das ist ein Witz, das war nicht viel.

00:42:05: Aber in der Zeit hat man diese Hits, Traumzeitkatzen, Superfrau der Himme schweigt.

00:42:09: Diese Songs haben wir später getragen und bis heute wollen die Leute das hören.

00:42:20: Jedes Musiker, der irgendwann ein zwei drei vier fünf Hits hatte.

00:42:24: Ja ja.

00:42:24: Er muss bis zu seinem letzten Ton immer wieder diese Dänerspiele...

00:42:29: Aber Jürgen!

00:42:29: Wer hat denn so viele Hitze?

00:42:30: Das müssen wir jetzt auch mal fragen.

00:42:31: Manche haben nur einen.

00:42:32: Also ich freue mich.

00:42:34: Dass es mehr sind die Leute kennen das finde ich total klasse.

00:42:38: Das ist dein Podcast.

00:42:39: du erzählst sehr viel über dich.

00:42:41: Wir erfahren sehr viel darüber dich.

00:42:42: Denn das ist okay.

00:42:43: aber als Beispiel will ich ganz kurz hier reinwerfen weil nicht mein Podcast ist.

00:42:46: Ich habe den Eloise kennengelernt.

00:42:51: Wir waren auf Tour und Barry Weinhard hat eine neue Version von Aloysia mit Gruf.

00:42:59: Er hätte auch von Wolfgang Petri sein können, so wie er das vorwurscht wird heute zu tragen.

00:43:04: Und er hat sich gewundert dass der Song der Jerma am Weltthed war nicht nur den großen Erfolg hatte ich gesagt bist du bescheuert spiele die alte Möhre!

00:43:13: Die Leute wollen doch das hören so wie sie es kennen.

00:43:17: Und dann hat er auch gemacht und die Leute haben auf den Stühlen gestanden.

00:43:21: Aber das geht mir genauso, bei diesen alten Songs aus den siebzigern muss ich sagen, geht es mir wirklich genau so.

00:43:25: Original

00:43:26: oder?

00:43:26: Ja

00:43:26: weil die waren auch... Die haben so andere Sounds gehabt und die waren so extrem... So emotional auch.

00:43:33: Wenn die diese Hemmend-Orgeln und das Zeug da eingesetzt haben, es war einfach geil!

00:43:37: Ja ja... Das klingt gerade bei James Bond!

00:43:41: Und dann ist doch ... Die passt ja in die Zeit!

00:43:45: Und du warst ja damals mit eurem Sound, ihr wart ja ganz vorne.

00:43:48: Wir hatten die neue deutsche Welle und wir hatten einen Pause der plötzlich anfingspielfalle zu komponieren und so weiter.

00:43:55: Und sofort gibt einige Beispiele und alles schick und schön.

00:43:58: Da war ja schon, hallo!

00:43:59: Du kommst nicht in

00:44:00: mein Bett?

00:44:01: Genau.

00:44:02: Und jetzt

00:44:03: geh ich hier und du fährst ja

00:44:06: zu.

00:44:07: So, aber diese Songs jetzt, ich weiß es behaupte jetzt einfach mal wieder sprich mir, so macht wie heute.

00:44:12: alle fast alle Schlagersongs sind mit dem gleichen Rhythmus, den gleichen Sound, mit dem gleichen Gruf...

00:44:17: So boring.

00:44:17: Ja

00:44:18: oder?!

00:44:18: Ja, du kannst es kaum noch unterscheiden oftmals.

00:44:21: Also da musste ganz extreme Stimme haben wie vielleicht Michelle oder so.

00:44:25: Das hörste raus?

00:44:26: Oder Roland Kaiser ja!

00:44:29: Aber die meisten klingen wirklich sehr mainstream und das ist aber gut.

00:44:32: wenn das folgt dass so wird dann ist das eben so.

00:44:34: also entweder man schwimmt mit und ist dann eine oder einer von vielen oder man hebt sich ab.

00:44:40: Und Roland Kessers bestimmt nicht bis heute in seinem Alter so erfolgreich weil er Das hätte er gemacht.

00:44:47: Er hat es ja nicht getan.

00:44:48: Seine Songs waren immer seine Songs, da sind sie jetzt moderner.

00:44:51: Aber niemals so diese ...

00:44:53: Nee, ich glaube, er ist auch sehr eigenwillig und sagt was er will oder was er nicht will und das ist wichtig.

00:44:57: Ja,

00:44:57: absolut!

00:44:57: Was hörst du für Musik?

00:44:59: Ich höre fast alles.

00:45:01: also mich kannst Du mit allem verlagern bis hin zur Volksmusik und auch zu Opa.

00:45:09: Also wirklich, da ist die ganze Range drin und das finde ich auch total spannend und interessant.

00:45:14: Als wir damals in Bregenz des Festivals gewonnen haben mit der Band war ja auch die Grenze noch zu und da hatten wir wirklich alle Preise gewonnen, die es irgendwie gab mit dem Titel Übermut.

00:45:23: im Übrigen ein tolles Lied und auch ein gibt's ein tolles Video dazu.

00:45:29: aber von da an, von diesem Festival an haben wir uns mit Leuten angefreundet, die bis heute unsere Freunde sind Und von dem Jahr an sind wir auch jedes Jahr.

00:45:41: Wir wurden dann, nachdem wir gewonnen hatten, noch mal eingeladenes Jahr drauf als Festival-Teilnehmer... Also wir haben den Showact gespielt und ich war in der Jury so!

00:45:53: Und von da an waren es immer nach Bregen gefahren.

00:45:55: Bis heute gehen wir auf die Seebühne und schauen Opern.

00:45:58: Auf der Seebüne zum Beispiel ist ein Wahnsinnspektakel und ich erfreue mich dann immer so weil das noch Opern sind oder Oper retten mit ganz viel Kostüm Und mit extrem geiler Kulisse.

00:46:10: Es ist wirklich Wahnsinn so.

00:46:13: und dann noch die Atmosphäre.

00:46:17: Ja, natürlich.

00:46:20: Was du da siehst, haben wir die Oper erlebt.

00:46:23: Es ist sensationell dort zu sein am Bodensee zu sitzen und die Sonne untergehen zu sehen im Bodenseee.

00:46:29: Und dann diese ganze Atmosphäre ... Ich bin ja auch mit Peter als wir noch in Weimar gewohnt sind.

00:46:35: Ich sage zur Weihnachten gehen wir in die Oper in Weimer und den Erfurt auch.

00:46:42: Als ich Kind war, bin ich in die Opera gegangen weil mein Onkel war Pratschist Und immer, wenn dann Generalproben waren von irgendwelchen Stücken, durfte ich mit meiner Mutter hin.

00:46:52: Das hat mich sehr fasziniert und deshalb wollte ich eigentlich auch als Kind ... Ich dachte, ich gehe in den Opernchor.

00:46:57: Das wäre was!

00:46:59: Die haben die schönen Kleider an gehabt im Chor.

00:47:02: Ich war ja dann auch im Chore als Kind und da dachte ich das gefällt mir aber es hat sich eben doch step by step zu anders entwickelt.

00:47:11: Aber ich höre eben auch wie gesagt Schlager, ich kenne jeden Schlager aus den siebziger Jahren oftmals.

00:47:17: wir waren jetzt am Wochenende in Zittau so Jetzt hatten die eine alte Music Box dort Die lief.

00:47:23: es war so toll und Wir haben dann in der Nacht nach der Veranstaltung noch da gesessen mit dem veranstalter Und ein Lied kam nach dem anderen, das knallrode Gummiboot und alle diese Lieder.

00:47:36: Marina hat diese ganzen Lieder!

00:47:38: Ich sage wie so kenn ich die denn alle?

00:47:39: Ich versteh's gar nicht.

00:47:40: aber weil mir das ist einfach so es gefällt mir.

00:47:44: Und ich habe auch immer gerne getanzt.

00:47:45: deshalb tanze ich heute noch so viel auf der Bühne und bewege mich.

00:47:49: Das ist auch gleichzeitig mein Sport.

00:47:51: dann denke ich mal kann ich nicht mehr weniger machen.

00:47:54: Kannst

00:47:54: du nicht mal zu Letz Dance

00:47:55: gehen?

00:47:56: Nee,

00:47:57: das ist mir zu stressig.

00:47:59: Das ist richtig harte Arbeit.

00:48:02: Ich weiß, dass sich Kollegen da schon verletzt haben und der Ehrgeiz ... Schwierig!

00:48:10: Ich hab mal eine Fernsehsendung gemacht im Osten.

00:48:14: Da musste ich tanzen mit dem Valet und das Ding.

00:48:16: Das habe ich kaum hingekriegt.

00:48:18: Das war

00:48:18: so

00:48:19: tricky für mich.

00:48:22: Schwer.

00:48:24: Ich kann einfach so für mich tanzen, wie es aus mir rauskommt aber dann noch die Schrittfolge und alles ein paar Schritte.

00:48:30: sicher krieg ich hin.

00:48:31: Aber so eine ganze Choreografie das ist schon Hattestraining harte Arbeit nix für mich auch nicht

00:48:40: weil der Show den man sieht wenn du spielst nun jetzt im Augenblick nicht mit Band dann gibt's keine Choreographie.

00:48:48: da bist Du einfach auf die Bühne.

00:48:51: Adrenalin, Einspritzung und Attacke.

00:48:53: Ja es kommt mit dem ersten Ton aus den Bauch raus und es ist so wie hunderttausend Woll zack!

00:49:02: Und dann denke ich manchmal... Es ist hinterher denke ich.

00:49:05: Ich sehe aus wie eine glühende Tomate wirklich im Alkohol.

00:49:10: Völlig

00:49:11: fertig.

00:49:11: Ich brauche immer erst mal Wasser.

00:49:12: Wasser ist mein Lebensalix hier.

00:49:15: Und dann denk' ich oh schön was ja?

00:49:17: ist so wie es geht, ne?

00:49:20: So wie dann auch meine Kondition ist.

00:49:21: Wie ich mich an dem Tag fühle und selbst wenn ich mich nicht gut fühle... Ist das auf der Bühne weg?

00:49:27: Ja.

00:49:27: Das ist verrückt!

00:49:30: Da ziehe ich durch, ich mache das und hinterher denke ich, ach ich habe Bauchschmerzen oder irgendwas ist jetzt...

00:49:37: Aber das ja der Kick den man auf einer Bühner hat und wenn dieser Kick vorbei ist, wenn die Show vorbei ist deswegen gibt's eine Menge Künstler die da lach Mit dem Loch, dass sie fallen.

00:49:48: Nicht klar kommen?

00:49:49: Ja

00:49:49: aber Jürgen da haben wir auch ein gutes Konzept für uns gefunden.

00:49:54: Peter und ich Wir haben ja oft also nach der Wende ganz wenig Arbeit gehabt Also ganz wenig Und die Zeit haben wir genutzt und haben durch Kontakte Die wir in den Jahren zuvor hatten Auch die Kontakte gepflegt und haben die Leute eingeladen zu uns.

00:50:11: und Ich habe gekocht.

00:50:15: Wir waren ja viel in den sozialistischen Staaten unterwegs.

00:50:19: Da habe ich immer Kochrezepte gesammelt, später auch aus Österreich und Schwalz.

00:50:24: Das schmeckt mir.

00:50:24: Ich muss wissen wie das gekocht wird?

00:50:27: Dann hab' ich das kochen gelernt und das backen.

00:50:29: Und dann haben wir kleine Runden zusammengestellt.

00:50:32: Wir haben zu Hause einen sehr großen Tisch, wo wir uns gemeinsam treffen können.

00:50:36: Nicht nur als unserer Branche ... Also nicht Musiker, da geht's ja immer nur um irgendwelche, weiß ich nicht!

00:50:43: Harmonien, dies und das.

00:50:45: Und die Höhen und die Tiefen, wo ich denke ... Ich muss was anderes hören?

00:50:49: Ich muss wissen, was sonst im Lande los ist.

00:50:51: Wie es den Leuten auf Arbeit geht und wer noch etwas macht.

00:50:56: Das hat uns dann auch immer gut getan.

00:50:58: Und bis heute haben wir Freundschaften, die sind über vierzig Jahre alt und da freue ich mich drüber.

00:51:04: Auf die kannst du dich verlassen!

00:51:05: Wir werden gegenseitig eingeladen und wir genießen das sehr so einen großen stabilen Freundeskreis zu haben über die vielen Jahre weil... Ich habe keine Kinder, wir sind zu zweit Peter und ich hier in Berlin.

00:51:17: unsere Familien sind ja in Erfurt und Weimar.

00:51:22: So ist das eben.

00:51:23: Freu ich mich, dass wir das so hingekriegt haben, wenn man Freundschaften pflegt auch niemals in ein Loch fallen

00:51:30: kann.

00:51:31: Die fangen dich auf, wenn es sein muss!

00:51:35: Wir wissen, dass auch eine mentale Stabilität zur Gesundheit beiträgt.

00:51:39: Hast du jetzt sehr ausführlich mit viel Liebe und Leidenschaft glanzend in den Augen beschrieben?

00:51:44: Ist

00:51:44: gut?!

00:51:44: Superwunderbar.

00:51:46: Warst du sonst noch so um dich fit zu halten?

00:51:48: Na, ich geh immer zum Sport.

00:51:50: Montags ist mein Sport.

00:51:51: Ich gehe also

00:51:52: seit gestern ... Cardio und dann Gewichte oder

00:51:54: was?

00:51:54: Nee-nee-nee!

00:51:55: Ich geh in eine ganz normale stinkende Turnhalle, wenn das wissen.

00:51:59: Weil vorher Männer da spielen...

00:52:01: Du wirst es nicht glauben, aber wir wollen's wissen

00:52:04: ja!

00:52:04: Ja die spielen da vorher und dann ist das manchmal eben auch an der zehn Männer.

00:52:09: Ich weiß nicht, wie viel da rumrennen.

00:52:11: Aber wir haben eine große Tonne, es ist sehr schön und anschließend gehen wir rein.

00:52:14: Wir Frauen sind von dreißig bis siebzig im Schnitt.

00:52:20: Das ist eine ehemalige Zahntechnikerin mit uns.

00:52:23: anderthalb Stunden.

00:52:25: Bauchbeine Po ein bisschen ... Von allem etwas Tai Chi Kong Fu ein bisschen Pilates.

00:52:33: Yoga sind alle Übungen dabei und auch Erwärmung erst.

00:52:37: Eine halbe Stunde und es ist einfach toll.

00:52:40: Und meine Konzerte muss ich ja auch mal sagen, wenn nicht die Spiele ... Das ist mein Sport!

00:52:45: Ja, ja.

00:52:46: Ich habe das eben gelernt zu atmen und zu springen.

00:52:51: Jetzt wird's ein bisschen schwieriger.

00:52:53: Ich werde ja auch älter und denke immer, ganz so viel muss jetzt nicht mehr machen.

00:52:57: Aber kriegt das noch gut hin?

00:52:59: Ja.

00:53:00: Und ihr reicht viel, oder?

00:53:01: Ihr seid viel unterwegs.

00:53:03: Na ja also, es war viel, viel mehr.

00:53:06: Wir genießen eigentlich unser Zuhause sehr.

00:53:10: Freuen uns das Lebens, sagen wir mal so.

00:53:12: und Corona muss man auch sagen hat uns wirklich nochmal richtig gekillt.

00:53:16: Eigentlich unsere Branche auch sehr weil auch da ist so viel weggebrochen.

00:53:20: du kannst viel arbeiten wenn du kein Geld möchtest ja du kannst Benefiz das ganze Jahr machen aber wehe dem.

00:53:27: es soll eine Garsche fließen oder ein Aufwand dann denke ich mir auch nicht und dann unter den Bedingungen möchte ich's auch nicht machen.

00:53:36: Ich glaube, wir sind in der DDR mit einem ganz hohen Standard in diese Szene, in diese Branche reingewachsen.

00:53:42: Es muss gut klingen und eine Bühne da sein, eine Garderobe ... Alles was ich eigentlich gehört.

00:53:48: Im Übrigen haben wir früher auch immer noch schöne Blumen bekommen als Frau.

00:53:52: Da gab mir mal ein Blumenstrauß.

00:53:55: So Pressefest oder was auch immer wir alles gemacht haben.

00:53:58: Also es war ein anderes Miteinander, ein anderes Umgehen so.

00:54:04: Das fällt ja alles fach!

00:54:05: Wenn du das nicht in den Vertrag schreibst, dass du eine Garderobe brauchst oder eine ordentliche Anlage, wenn das nicht abgeklärt wird.

00:54:11: Dann klingt es nicht?

00:54:12: Dann hast du nichts wo du dich irgendwo niederlassen kannst, deine Garderober hinstellen kannst.

00:54:16: und dann sag ich immer, wenn's das nicht geht Leute lasst uns sein!

00:54:20: Ich muss kein Lehrgeld mehr bezahlen.

00:54:24: Manchmal ist es dann auch so, wo ich sage, wir weisen mal den sauren Apfel und machen das, weil kleine Gemeinden sind.

00:54:32: Das ist jetzt so.

00:54:33: Und das ist dann auch immer ganz toll!

00:54:34: Weil die so herzlich und dankbar sind.

00:54:37: Aber wie?

00:54:42: Dann kriege ich seinen Sitz da ... Ich brauch ja nicht mehr.

00:54:46: Aber es gibt immer auch noch andere Dinge, wo ich denke, jetzt ist gut.

00:54:51: Das muss man dann nicht mehr

00:54:53: haben.

00:54:54: Du bist schon viel im Osten unterwegs?

00:54:56: Eigentlich nur!

00:54:58: Als der Plattenvertrag da war ... Oder vor der Wende hatten wir ja die Chance.

00:55:04: Wir haben in Weststädten zu Festivals gespielt und hatten schon die Chance.

00:55:09: aber ich glaube das ist ein Satz gefallen... Wir brauchen die aus dem Osten nicht die Sängerin Wir haben hier Nena, Jule ... wir haben unsere Frauen in die Richtung.

00:55:23: Und ich weiß gar nicht, ob irgendeine Frau aus dem Osten Riesenerfolg im Westen hat es?

00:55:29: Ich glaube, das haben einige versucht und ...

00:55:33: Fällt mir eine Ute ein!

00:55:34: Der Osten ist jetzt auch wieder dankbar, ne?

00:55:36: Die sind im ... ich sag noch mal Ost- und Weste oder so.

00:55:39: Die neuen Bundesländer, weil sie nun auch vieles erlebt haben und auch erkannt haben Jetzt doch wissen, was sie an uns hatten in ihrer Jugend.

00:55:50: Das ist einfach auch in ihnen drin!

00:55:53: Du hast ja mit Hardy and Heroes diese im Osten geboren nochmal aufgenommen.

00:55:58: Ist das dann für dich so ein Statement?

00:56:00: Ich bin aus dem Osten und stolz drauf...

00:56:04: Also ich hätte das jetzt von mir nicht so gesehen aber ich kann gut dahinter stehen absolut weil für mich ist Ost- und West zu sagen kein keine Diskriminierung, dass man das teilt weiter.

00:56:16: Obwohl man immer angesprochen wird, warum machst du das?

00:56:19: Und dann weiß ich wo der her ist und kann auch besser einschätzen, warum er so redet und reagiert wie er reagiert weil die anderen es ja zogen worden.

00:56:26: Das ist einfach... Und wir auch sind andere Lebensläufe.

00:56:30: Das versteht man dann besser!

00:56:32: Und das ist auch nichts was man negativ bewerten sollte auf gar keinen Fall.

00:56:36: aber Ich fand das Lied super und ich finde ihn als Typen cool und er ist ein guter sing-a-song Schreiber Und der bleibt am Ball, also er zieht seinen Ding durch.

00:56:46: Das finde ich einfach gut.

00:56:47: So ein schönes Lied!

00:56:48: Ja

00:56:49: das stimmt.

00:56:50: Es ist so wahr?

00:56:52: Ich schreib dir neue Songs für dich.

00:56:54: Wenn ja wäre, dann

00:56:55: erzähl mal was du hast.

00:56:56: Das ist jetzt im Moment wirklich gar nicht mehr unser Thema weil wir wollen unsere Songs die wir haben, die wollen wir einfach draußen noch einmal bisschen mehr vertiefen.

00:57:06: es ist so viel nicht gespielt worden in Rundfunk.

00:57:11: Die Lieder sind wunderschön.

00:57:12: Du brauchst keine neuen zu schreiben, für was?

00:57:14: Für wen?

00:57:15: Wenn du jetzt eine CD machst ... Kaum einer hat noch ein CD-Player.

00:57:20: Du musst dann ne Platte machen, Schallplatte?

00:57:22: Das ist wieder gefragt!

00:57:24: Wendül ist wieder angesagt.

00:57:25: Ist angesagt und dann denke ich mir ja wo geh' ich denn hin?

00:57:28: Früher sind wir in die Radiostationen, du weißt das selber.

00:57:31: Wir sind da gewesen, haben versucht unsere Songs unterzubringen war auch schwierig.

00:57:37: Nee spielen wir nicht geht nicht.

00:57:39: also

00:57:41: Es ist klar, wir reden ja hier über eine Zeitspanne.

00:57:44: Und natürlich hat sich alles verändert und das hat sich auch verändert.

00:57:48: Das was du eben gesagt hast sagen auch eins zu eins mindestens zwanzigtausend junge Sängerinnen im Westen Deutschlands weil die Zeit hat sich einfach geändert.

00:57:57: Du kannst tolle Songs machen aber wo gehst du damit hin?

00:58:01: Ja du musst es selber.

00:58:02: also pass auf!

00:58:02: Es ist ja nun heute wirklich so.

00:58:05: Jeder kann in seinem Zimmerchen, egal wie klein die Kamera ist, etwas produzieren.

00:58:10: Und da musst du nicht mehr wohin gehen.

00:58:11: Wenn die jungen Leute, die sind so fit ins Social Media ... Die machen ihre Werbung für sich selber.

00:58:17: Die machen ein kleines Video dazu, setzen das auf YouTube und machen so viele ... Setzen so viele kleine Spots ins Internet bis die Leute nicht mehr an denen vorbeikommen.

00:58:28: Also brauchst du ganz viel Kraft und Energie!

00:58:31: und selbstbewusst sein.

00:58:32: Und das haben die alle!

00:58:34: Die haben ja ein extrem starkes Selbstbewusstsein, und das ist das was sie dann natürlich voran bringt.

00:58:39: Ob das gut oder schlecht ist, was sie da gemacht haben spielt überhaupt keine Rolle.

00:58:43: Irgendwann ist es dann eben dann denkst du achja so schlecht ist nicht.

00:58:46: und wo?

00:58:46: ich denke okay aber Sie machen etwas.

00:58:49: Aber du selber bist ja auch viel auf Instagram unterwegs und genießt dir den direkten Rat zu deinen Fans?

00:58:55: Hab den mache ich gar nicht.

00:58:56: Nein, ich mache überhaupt keinen direkten Draht.

00:58:59: Ich setze etwas rein damit sie wissen, ah die lebt noch.

00:59:03: Das ist eigentlich

00:59:04: der Punkt!

00:59:04: Der Holzmichel-Effekt?

00:59:05: Ja,

00:59:07: Tübingisch obwohl die nicht aus Türing sind.

00:59:09: aber das ist so für mich Leute.

00:59:13: also die Technik ist ja für mich wirklich ein Buch mit sieben Siegeln.

00:59:17: das ist für mich krampf schlecht hin.

00:59:20: Und irgendwann hat das jemand für mich angefangen und dann haben die gesagt, jetzt musst du das aber mal alleine machen.

00:59:25: Und was du jetzt siehst wenn du reinschaust ist wirklich das nötigste was ich dann mir irgendwie gemerkt habe.

00:59:34: Das hat aber ewig gedauert es war wirklich nicht leicht für mich und jetzt mache ich das so gut ich kann Und dann ist das gut.

00:59:42: Siehst du, du guckst ja doch drauf?

00:59:43: Ja, wirkt

00:59:43: total nett hier beim Winterspaziergagen auch unten groß zu Weihnachten!

00:59:48: Naja ein bisschen so, ne?

00:59:50: Das ist wirklich nur etwas dass man weiß... Also ich denke natürlich an meinen Publikum und ich will ja weiter arbeiten und die sollen auch wissen, ah die gibt's noch und gucke mal jetzt.

00:59:59: aber ich werde niemals irgendwelche Krankheiten oder irgendwelchen dramatisierenden Sachen, die so privat sind da veröffentlichen weil Das passt nicht zu mir und ich will auch damit keine Werbung haben.

01:00:14: Weil immer Bad news, ah good news und das brauche ich nicht, das möchte ich nicht.

01:00:17: Ich habe nur gedacht der direkte Draht du kannst selbst bestimmen was dort steht und

01:00:21: wie du rüberkommst.

01:00:23: Aber dass ich komponisiere nicht also der direkte Draht ist schon, dass sich das einfach jetzt... Kann dann reinsetzen.

01:00:29: Wir haben hier ein tolles Gespräch und wir haben ein schönes Bild, und wir saßen am See und es war kein Schwahn da so.

01:00:36: Sonst sind die immer da!

01:00:37: Also das kann ich natürlich aber dann hört's auch auf ja?

01:00:42: Und deshalb muss alles andere wenn Anfragen kommen oder über E-Mail gehen und das muss dann Peter wieder machen und das macht er super der Kerl.

01:00:51: Also ... Du wolltest ja noch ein paar Ehrtipps von Peter.

01:00:53: Ich wollte jetzt mal ein paar Tipps für eine so lange funktionierende Partnerschaft!

01:00:59: Ihr seht euch zwar nicht im Büro jeden Tag, aber im Studio oder auf der Bühne.

01:01:05: Und dann noch forty-fünf Jahre

01:01:07: ... Mein lieber Jürgen ist werden jetzt sieben und vierzig?

01:01:11: Ja.

01:01:11: Umso mehr sind wir weder auf deinen Ratschlag!

01:01:17: Es gibt überhaupt keinen Ratschlag, es gibt kein Rezept, nichts.

01:01:20: Bei uns ist Rackenroll Bei uns brennt auch oft die Luft, aber dann ist sie wieder rein.

01:01:25: Wenn interpretiere ich da rein jetzt Raccoon Roel, das heißt pragmatisch ohne rumzuayern zu sagen wie es so und so passt auf mein Freund oder meine Freundin hören wir zu.

01:01:34: Zack, zack, zak!

01:01:36: Ohne sich was vorzumachen.

01:01:40: Das ist aber auch gut.

01:01:41: Ich weiß immer, wo ich bei Peter dran bin und er weiß es bei mir auch.

01:01:45: Wir kennen unsere Grenzen.

01:01:47: Dann ist mal Funkstille.

01:01:49: Es ist ganz schön ruhig im Haus.

01:01:52: Und dann denke ich, okay, ich backe ein Kuchen.

01:02:08: Viel Gesundheit, viel Spaß, tolle Beziehung.

01:02:11: Tolle Freundschaften und schönes Leben wünschen

01:02:15: wir euch.

01:02:15: Ja, Rock'n'Roll!

01:02:18: Danke, dass wir da sein durften.

01:02:19: Tausend Dank!

01:02:20: Das war mir ein Vergnügen.

01:02:22: Keep on rocking!

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