# 37 - Anne Kasprik: Die DEFA, Terence Hill und der ganz normale Fernsehwahnsinn
Shownotes
Anne Kasprik hat Filmgeschichte erlebt – von DEFA-Produktionen wie "Vernehmung der Zeugen" über "Sachsens Glanz und Preußens Gloria" bis zu heutigen Serien-Hits wie „Notruf Hafenkante“, von der Zusammenarbeit mit ihrem Vater bis zum Filmkuss mit Terence Hill. Im Gespräch erzählt sie, warum eine Pfütze ihre Schauspielkarriere beinahe verhindert hätte, wie man zehn Seiten Text in kürzester Zeit lernt und warum sie heute jungen Menschen eher vom Filmbusiness abraten würde. Es geht um Glück und Handwerk, starke Frauenrollen, Ost und West, den ganz normalen Wahnsinn am Set – und natürlich um die Frage: Wie küsst man eigentlich Terence Hill vor laufender Kamera? Eine Folge voller Filmgeschichte, persönlicher Einblicke und sehr viel Anne Kasprik.
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00:00:02:
00:00:07: Ist es denn wirklich so, dass wir jeden Dreck der vom Westen kommt nur kopieren müssen?
00:00:24: Mit einem Fernsehkünstler ist es wie mit unseren Schweinebraten.
00:00:28: Was?!
00:00:30: Er kriegt auch erst sein richtiges
00:00:32: Gesicht in eine Röhre!
00:00:38: Das hängt vom Charakter ab.
00:00:41: Verstehst du?
00:00:42: Nein,
00:00:43: aber ich werde es mir merken!
00:00:48: So neue Folge Steffi Heilig, da sie stellvertretende Chefredakteurin der Super TV's weiß die wievielte Folge wir jetzt gerade hier präsentieren.
00:00:56: Ach das fragst du mich jedes Mal ich kann noch so schlecht
00:00:58: sehen.
00:00:58: Das entspricht
00:00:59: nicht der Wahrheit!
00:01:01: Ich habe dich das noch nie gefragt?
00:01:03: Das stimmt nicht.
00:01:04: Da halte ich dagegen.
00:01:07: Fakt ist es wird eine Highlight-Folge denn wir sitzen diesmal zu Hause bei Anne Krasprick einer Schauspielerin die wahrscheinlich Fünf Podcasts mit uns machen würde jeweils fünf Stunden, wenn es darum geht.
00:01:21: Wenn du sagst?
00:01:22: Die erfolgreichen Rollen alle auf die... Wir kompressieren auf den Sechzig-Siebzig Minuten.
00:01:27: Ich bin sehr gespannt auf diese.
00:01:28: Wir freuen uns sehr, dass ihr konzentriert habt.
00:01:30: Okay!
00:01:31: Prämiere für mich.
00:01:32: Was habe ich noch nie gemacht?
00:01:34: Nicht?!
00:01:35: Nein!
00:01:36: Im Grunde genommen... Ja, Podcast, weißt Du Bescheid.
00:01:38: Das ist einfach ein Gespräch und richtig.
00:01:42: Und es wird nicht im Radio gesendet.
00:01:43: aber es kann passieren, das sind super TV-Anwörter drüber.
00:01:47: Das ist
00:01:48: doch wünschenswert.
00:01:50: Nicht nur im Programmteil, wo du ja dann mit deinen Reuen vertreten bist, sondern auch im Mantel.
00:01:57: Heute hast auf jeden Fall die Hauptrolle
00:02:04: auf
00:02:12: unserer Bühne.
00:02:16: fast fertig mit dem Studium, gerade wieder unterwegs.
00:02:19: Ein Film den ich vor vierzig Jahren gedreht habe.
00:02:22: Vernehmung der Zeugen in einer weiblichen Hauptrolle muss man sagen.
00:02:26: Der ist immer noch brisant.
00:02:27: Ich hab ihn ja jetzt grad gesehen.
00:02:30: Wir waren in Weimar und in der Pulda Und da kam auch Jugendlöcher.
00:02:35: Es ging um einen Mordfall in einer Schulklasse Zwei Jungs und ein Mädel.
00:02:39: Das Mädel war ich.
00:02:42: Dieser Mordfall wurde rekapituliert aus der Sicht der Lehrerin, der Mutter des Opfers, des Täters.
00:02:52: Aus meiner Sicht von Schülern wie es zu dem Mord kommen konnte.
00:02:56: und das ist hoch brisant heute wieder!
00:02:59: Auch filmisch interessant, die Methodik
00:03:03: aus verschiedenen
00:03:04: Richtungen etwas
00:03:05: betrachten.
00:03:05: Und wir reden ins Publikum?
00:03:07: Also das war ganz furchtbar am Anfang!
00:03:09: Wir mussten in die Kamera reden ... Sonst sagt man ja immer vergisst die Kamera.
00:03:14: Ich war nach dem Film wirklich geschädigt.
00:03:16: Man musste mir jetzt wieder sagen Anu, wo guckst du hin?
00:03:18: Du sagst nicht in die Kamerakucken, weil wenn du monatelang das machen musst Das war schon sehr verrückt.
00:03:24: Ja, das war so das erste was ich als fast fertige Schauspiel Studenten gemacht
00:03:30: haben.
00:03:30: Und wir wollen nicht hoffen, dass sich jetzt eine Klammer schließt.
00:03:33: Ich bin trotzdem mit Wort ungehren weil hier soll es sich jetzt nicht schließen.
00:03:36: Es ist jetzt eine Etappe und wir sollen weitergehen.
00:03:52: Es wurde anschließend auch richtig diskutiert darüber und die Leute waren sehr interessiert.
00:03:56: Und jetzt bin ich irgendwie, ist die lange Nacht der Museen?
00:04:00: wird er auch gezeigt.
00:04:01: Und es ist schon verrückt, das ist so.
00:04:04: was habe ich nicht gerechnet zu einem alten Film.
00:04:06: Es
00:04:06: ist aber cool wenn man etwas macht was nach vierzig Jahren immer noch so brisantes interessantes künstlerisch inhaltlich als wenn wir eigentlich niemanden zu nahe treten oder so.
00:04:16: Aber man macht eine Serie die für siehundertdreißigste Folge die ist dann halt gesendet und so weg.
00:04:22: Also
00:04:23: das ist in der Tat so.
00:04:24: wenn die Regisseure denken Sie überraschen mich mit einer Rolle.
00:04:32: Ich hab es dann doch irgendwann schon mal gespielt, aber ich sag nichts, ich freu mich!
00:04:38: Man wird ja auch reifer und spritzt dann anders, aber so inhaltlich denkt man manchmal Ja also eigentlich gab's ja vor zehn Jahren noch keine KI?
00:04:48: Wo wird geschrieben?
00:04:50: Aber gibt's eine Rolle wo du noch drauf wartest, wo du sagst wann kommt die ich schon immer wollte.
00:04:57: Wir haben ja einige eigene Projekte im Laufe unseres Lebens geschrieben, aber keiner will sie!
00:05:06: Wie es so vielen geht.
00:05:07: auch wir teilen das Schicksal und das würde ich ganz gerne machen.
00:05:10: Es ist eine Geschichte von einer Statistin, wie irgendwann zum Superstar wird.
00:05:19: Irgendwie ist es lustig... Ich habe auch als Statist dann angefangen, aber ich bin da kein Superstar geworden.
00:05:24: Wie bist du zur Stadterie gekommen, wie lief der damals?
00:05:27: Lass uns mal da ganz kurz nochmal zurückgehen.
00:05:28: Ja also das ist ganz einfach.
00:05:30: ich habe klar gemacht in diesem Haus bin ich groß geworden und die Studios die Babelsberger Studios damals noch die DEFA waren ja so eine viertel Stunde von uns entfernt und mein Vater war Regisseur.
00:05:44: Er hat gesagt, wir haben in Carthaus gewohnt und er hat gesagt ich kann nicht mehr da um ganz West-Berlin.
00:05:51: Da zwei Stunden rumfahren es geht nicht!
00:05:53: Wir müssen uns hier irgendwie versuchen.
00:05:54: So und das hatte zur Folge dass ich in den Studiest mit groß geworden bin weil manchmal hat mich mein Vater dann mitgenommen.
00:06:00: also ich glaube ich war zwei drei Jahre alt der hat mich ins Schneideraum gesetzt Und ich habe zugeguckt, wie man die Filme schneidet und überhaupt.
00:06:08: Irgendwie hab' ich mich da sehr wohlgefühlt – also nicht nur im Schneideraum!
00:06:10: Ich war auch mit so Musikaufnahmen und der Rosenberg hat dann mit seinem ganzen Orchester gespielt.
00:06:18: Das war immer sehr beeindruckend und Muster habe ich dann auch gesehen von kleiner Mann.
00:06:22: was nun… das war ein bisschen früh, was mein Vater davon mir verlangt hat.
00:06:25: Er hat mich da reingesetzt, ich habe nur geheult und gebrüllt.
00:06:28: Dann musste die Katterin mit mir rausgehen.
00:06:30: Da war ich wirklich drei oder vier Jahre alt Und dann bin ich älter geworden und dann hieß es, naja man könnte sich ja ein bisschen was verdienen in den Ferien.
00:06:41: Da war ich sechzehn und die anderen sind postaustragen gegangen und alles.
00:06:45: und ich dachte, ne für neunzig mag!
00:06:49: Für einen Monat?
00:06:50: Nö!
00:06:51: Ich muss jetzt irgendwas machen, was ein bisschen lukrativer ist.
00:06:54: und außerdem hat's mich schon immer interessiert filmen.
00:06:56: Ich sagte mal ein kleiner Stellarbüro gegangen und habe mich da angemeldet.
00:07:03: Und bekam dann ganz häufig an den Wochenenden, also entweder in den Ferien oder an die Wochenenden Anfragen.
00:07:10: Meist hat mich dann irgendein Regieassistent oder eine Assistentin rausgepickt aus dem ganzen Pult wenn wir dann saßen in den Pausen, die man ja häufig hatte als Stattes.
00:07:21: Und dann wurde ich rausgepickt und hab dann immer mit kleinem Spiel bekommen.
00:07:24: Oder mit Spiel hieß das, als sie es nicht durfte meinen Satz sagen.
00:07:28: Ich durfte mal Jürgen Zartmann anrempeln.
00:07:31: Da habe ich Hundertmal gekriegt!
00:07:33: Ich habe mehr verdient als eine Schauspielstudentin.
00:07:39: Das hat mir die Daniela Hoffmann damals gesagt, dass ich mehr verdienen würde als Sie.
00:07:44: Und das hat mir Spaß gemacht.
00:07:46: und dann habe ich zu einem Film gemacht, Zille & Ick.
00:07:49: Da habe ich richtig auf der Dispo gestanden.
00:07:52: Mein Vater hat sich tot gelacht.
00:07:54: du stehst mit Namen auf der disbo Du hast eine richtig kleine Rolle bekommen hatte drei Drehtage und ja so ging es los.
00:08:02: und dann wollte ich Regie studieren.
00:08:05: Und weil ich ja mit meinem Vater sehr viel an den Sets oder damals noch Drehorten war und im Gegensatz zu meiner Mutter, mich das nie gelangweilt hat.
00:08:15: Ich fand es total spannend wie der dann weiß ich das alte Berlin der dreißiger vierziger Jahre erschaffen hat.
00:08:21: Außerdem manchmal hatte er so einen Rummel nachgebaut da konnte ich damit so einer Luftschaukel schaukeln und durfte länger aufbleiben und das war einfach ... Das hat mir einfach Spaß gemacht!
00:08:31: Ich mochte die Atmosphäre und die Wiederholung haben nicht gestört, die ja nur immer jeder takt.
00:08:37: So oft gemacht werden musste und so ging das dann los?
00:08:42: Wir haben heute schon mal den Begriff Handwerk für das Öfterhin gehört.
00:08:46: wenn es so losgeht ist er dort eine.
00:08:48: aber dazu hört letztlich auch Stimmbildung schauspielerische Ausbildung.
00:08:54: der Vater da gesagt hat komm jetzt mach mal da.
00:08:56: oder war das eine zwingende Notwendigkeit?
00:08:58: wie Kammel?
00:08:59: also es war in der Tat so dass ich registrieren wollte und habe mich da auch beworben, aber ich war noch sehr jung.
00:09:06: Ich musste mich schon mit sechs Bewerben an der Filmhochschule... Ich hatte Glück, meine Mutter war Fotografin.
00:09:11: Wir hatten unten eine Dunkelkammer.
00:09:12: Also ich bin auch in der Dunkelkammer groß geworden mit ... Auch schon mit zweieinhalb, drei Jahren stand ich da auf so einer Apfelsinkiste und hab mit meiner Mutter schon Fotos entwickelt.
00:09:21: Und demzufolge das war eine Sache die ich machen musste für die Aufnahmeprüfung für Regie.
00:09:26: So ne ganze Fotostrecke machen habe ich zwei gemacht Die eine lustigerweise mit Kathrin Waligoura, die war in meinem Arbeitertheater.
00:09:33: Und ich hab gesagt Katrin wir machen mal was zusammen!
00:09:38: Aufnahmeprüfung, Regie.
00:09:40: Und dann haben wir das gemacht und ich war in einem Kindergarten und es hat den Leuten auch gut gefallen an der Filmhochschule.
00:09:46: Dann musste ich noch eine Theater- und Filmprezension schreiben.
00:09:49: Da habe ich über die Verlobte geschrieben und Theater habe ich ehrlich gesagt vergessen.
00:09:53: Ich glaube Sommernachtstraum.
00:09:56: Daraufhin wurde ich eingeladen Also die Dozenten, das waren ganz viele.
00:10:02: Weiß ich nicht?
00:10:02: Fünfzehn, zwanzig Dozentin, die da saßen.
00:10:05: und dann kam ich da rein und es fühlte mich wie auf dem Schlachthof.
00:10:11: Und dann fragten sie mich nach der Bedeutung der Pfütze bei Bahnwärter Thiel also von Hauptmann
00:10:20: Aber... Die Bedeitung
00:10:21: der Pfötze bei... also ich wusste gar nicht was die von mir wollen.
00:10:24: Ich habe gesagt, ich kann mich an keine Pfützer erinnern.
00:10:28: Haben die gedacht, weil der Vater das inszeniert
00:10:31: hat?
00:10:31: Irgendwie war es gemein.
00:10:34: Also ich hab das nicht gewusst.
00:10:36: und dann irgendwie aber im ganzen Gespräch haben sie gesagt, weißt du eine, wir glauben schon dass du Talent hast auch du bist viel zu jung!
00:10:43: Und somit war meine Karriere beendet.
00:10:46: und die haben aber dann zu mir gesagt ich soll doch bitte schön in die Produktion mal gehen nach der Schule ein zwei Jahre so richtig arbeiten.
00:10:57: Und da dachte ich, nee.
00:10:58: Da habe ich keine Lust drauf.
00:11:00: und dann nach DDR
00:11:01: an.
00:11:01: Ja ja
00:11:02: absolut!
00:11:03: Mir hat schon mal ein Schülerpraktikum gereicht was wir machen mussten.
00:11:06: drei Wochen im Gerät- und Reglerwerk Teltow.
00:11:09: Da hab' ich mir das Dreischichtsystem kennengelernt.
00:11:14: Ich musste gleich Richter mir angucken wie die an einer Taktstraße immer an mir vorbei flossen und parallel liegen mussten.
00:11:23: Und wenn da ein Ding nicht parallel lag, musste ich es parallel
00:11:26: machen.".
00:11:26: Ich hatte mir ganz enthusiastisch noch einen Buch in der ersten Nachtschicht mitgenommen.
00:11:31: Das habe mich dann ganz schnell gelassen weil du wirst irre.
00:11:35: Ich wusste sowas will ich nicht machen.
00:11:37: und dann habe ich mich umgehört und davon gehört dass die eine Regiewerkstatt aufmachen im Fernsehen.
00:11:45: Es ist genau für so Fälle, Leute die wollen Regie studieren aber ja müssen vielleicht noch ein bisschen geschubst werden.
00:11:52: Und da habe ich mich dann beworben und da bin ich dann alle Stationen des Filmemachens durchlaufen.
00:11:57: das war mir teilweise vertraut aber es war auch mal ganz gut dass eben nicht nur durch mein Vater kennengelernt zu haben sondern durch eben unterschiedlichste Dozenten die ich da auch hatte.
00:12:08: Und innerhalb dieses Volontariats hatte ich dann eine Schauspieler-Ausbildung.
00:12:12: Also so ein E-Tüten-Seminar in der Ernst Busch-Schauspielschule in Berlin, das ging glaube ich ne Viertel her und da war ich dann mit Karsten Speck und mit Lerner Hausmann in einer Seminaregruppe und meine anderen drei Mitstreiter aus der Regiewerkstatt haben sie alle drei in eine andere Gruppe gesteckt.
00:12:32: aber ich war eben die einzige Regievoluntärin, die bei den ganzen Schauspilern war.
00:12:37: Und da war ich so ein bisschen gehemmt und nach drei Monaten dachte, eigentlich hat es ja Spaß gemacht.
00:12:44: Aber ich konnte nicht so richtig aus mir rauskommen!
00:12:46: Dann kam der erlösende Anruf bei meiner Regie-Werkstattsleiterin Marga Burkhardt einer alten Spanienkämpferin.
00:12:57: Die rief mich an und sagte, die Schauspielschule hat sich gemeldet... Du erscheinst eine schauspielerische Begabung zu haben, die würden dich gerne zum Eingangstest einladen.
00:13:08: Und da habe ich erst mal gemerkt wie sehr ich mich darüber gefreut hab und dass es ja vielleicht doch das war was ich unterschwellig machen wollte, dann habe ich mich vorbereitet und hab dann vorgesprochen und dann bin ich auch in die nächste Runde gekommen und wurde dann genommen.
00:13:22: so ist
00:13:22: das gekommen kleiner Umweg aber dann am Ende
00:13:26: Bis dato keine Unterstützung durch den schon sehr bekannten Vater.
00:13:30: Also alles
00:13:31: erarbeitet?
00:13:32: Nee, gar nicht!
00:13:33: Das Einzige, die einzige aber nicht Unterstützung war eigentlich wenn Not am Mann war das ich ständig da mit ihm durch die Lande eben auch zog und was heißt durch die landezog.
00:13:44: eigentlich hat er mich mitgenommen wenn er hier gedreht hat oder in Babelsberg oder Berlin und mir hat es ja auch gefallen.
00:13:52: Das war schön die Zeit.
00:13:54: Auf das eigene Elitativ herausgeschafft und nicht weil Papa gesagt hat, hier ist meine Tochter, könnt ihr euch mal umkümmern?
00:14:01: Gar nicht!
00:14:02: Als ich klein war klar aber ich bin ja dann freiwillig auch mitgegangen.
00:14:05: also bei Baden-Wert der Thiel da bin ich ganz häufig nach Treuen Briezen gefahren.
00:14:11: in Wald beim Minusverdrehen
00:14:13: Kann man da über die Pfütze
00:14:14: gehen?
00:14:16: Da war so ein Schnee und es waren zwanzig Grad Minus.
00:14:20: Da könnte man nicht an Pfützen denken, nicht an feuchte Pfützen!
00:14:24: Ich weiß ja mein Leben lang ab sofort jetzt wenn ich Barenwärter Teehle höre nur noch an Pfützen denke.
00:14:28: Ja genau, Pfützer.
00:14:30: Eine intellektuelle Falle diese da gestellt haben.
00:14:32: Was
00:14:32: folgen
00:14:33: die da?
00:14:34: Ich
00:14:34: habe keine Ahnung.
00:14:35: Mein Vater guckte mich auch an und sagte, was haben die dich gefragt?
00:14:38: Ja, ja.
00:14:39: Hätte erinnert mich so an Menschen in Museum für moderne Kunst stehen vor so irgendwas... ...und da anfangen zu philosophieren
00:14:46: oder so.
00:14:47: Genau ist herrlich!
00:14:49: Der Orren, mein Mann der war ja früher Fotograf.
00:14:53: Und der sagt da auch, der war der ganz jung.
00:14:55: Er hat irgendwie Kühe auf dem Acker fotografiert.. ..und dann kamen sie auch mit dem Neo Radio realistischen Touch dieser Fotografie.
00:15:06: Er guckte, neorealistisches muss ich mir merken!
00:15:18: Und dann hast du aber ziemlich am Anfang doch in einer größeren Produktion von deinem Vater mitgespielt, ne?
00:15:24: Sachsens Glanz und Preußens Gloria.
00:15:26: Ja,
00:15:26: eher der Regisseur und Du die Griechen Dönhof.
00:15:29: Aber da muss ich sagen, da hatte ich schon einiges gedreht.
00:15:34: Also durch dieses Laientheater, in dem ich war hat mich dann ein Regisseurer gesehen ... Der hat schon vor einem Jahr Eine Figur gesucht, John Valkisti ist ein junges Mädchen gewesen und er hat irgendwie niemanden gefunden.
00:15:51: Und der hat mich gesehen.
00:15:52: wir haben gerade gespielt von Helmut Beetz, Jutta oder die Kinder von Damuts und ich spielte da so eine richtig ordinaire margarine Fabrik Arbeit drin und mein erster Satz war BUMMST EUCH SELBER!
00:16:09: Da hatten wir dann die Aufmerksamkeit des Publikums.
00:16:11: Eine viertel Stunde vorher war das noch nicht so interessant, aber da waren es alle.
00:16:16: Und das hat mir sehr viel Spaß gemacht und der hat mich da gesehen und hat mich dann eingeladen zu Probeaufnahmen für Einzug ins Paradies.
00:16:26: Das waren sechs Teile.
00:16:28: Den haben wir in three-und achtzig gedreht.
00:16:34: Das war, während ich noch an der Regiewerkstatt war.
00:16:38: Also das überlappte alles so ein bisschen.
00:16:40: also es hatte sich auch rumgesprochen dass ich umspringen würde von Regie auf Schauspiel und das ist die Geschichte von fünf Familien.
00:16:49: wie am selben Tag in den elften Stock in Berlin Marzahn einziehen Und die Trennwende von den Balkons zwischen den Wohnungen, die fehlen noch Und da gab es in der Einfamilie ein kleines Mädchen.
00:17:05: Das hat das natürlich entdeckt, dass es da Löcher gab und die ging auf ihren Balkon und kroch dann durch diese Löcher durch und dann wurde immer in die Wohnungen der jeweiligen anderen Familie reingeguckt.
00:17:17: und dann begann eine Geschichte.
00:17:19: und dann verwoben sich diese Geschichten zwischen den Familien.
00:17:25: Auch für diesen Film Echtwerbung, weil ich hab den gesehen vor ein paar Jahren das erste Mal wieder und da kann man wirklich die DDR erleben wie sie
00:17:36: war.
00:17:37: Mit Alkoholismus mit Humor, mit Feiern, mit Krechen auch Kleinkriminalität alles!
00:17:46: Alles und Liebe.
00:17:47: also alles wurde da reingepackt und mit dem Erfolg wurde verboten Aber
00:17:54: doch zu realistisch.
00:17:56: Dann vier und ein halb Jahre.
00:17:57: Das Ding hatte ich gedreht, dann noch eins Quatsch fressen ist Einsatz Dr.
00:18:02: Federao das war mit der Peter Schorn und mit Iwo Krabbo und Shobi Und das war so der Publikums Erfolg.
00:18:10: dann dieser von dem ich schon mal erzählt habe vorhin Vernehmung der Zeugen.
00:18:13: und dann kam mein Vater und also Ich war nicht mehr ganz so unbelegt was auch gut war.
00:18:20: Zu dem Zeitpunkt war aber schon der Mann Fried Moosblech auf mich aufmerksam geworden.
00:18:25: Und ich habe den Mann im Baum gedreht, das war auch noch vor Saxonsglanz und ... Ach so!
00:18:32: Blondertieger-Schwarzer Tango und der Tanguspieler.
00:18:35: Also so einiges.
00:18:36: Dann kam mein Vater.
00:18:37: Dann hat es dir jetzt auch schon einige Regisseure erlebt?
00:18:41: Und dann muss der Papa die Anweisung geben.
00:18:43: wie war das so?
00:18:45: Ja, es war schwierig.
00:18:46: Zumal ich am siebzigsten Drehtag in diese ... Truppe reinkam und dann auch noch mit Dietrich Körner, also danach Bett-Szener hatte.
00:18:57: Und das vor den Augen meines Vaters so... Ich war zwar angezogen aber mit so einem Negligé und tiefem Ausschnitt und ich dachte nur oh Gott es will!
00:19:08: Aber er war sehr lieb und behutsam mit mir und Dietrich Korner auch.
00:19:13: Also ich habe diesen ersten Drehtag überstanden der Tragweite dieser Rolle überhaupt nicht bewusst.
00:19:20: Ich habe zeitgleich noch Theater gespielt und noch drei andere Produktionen gedreht, dann bin ich eben auch mal zu Sachsons Glanz gegangen.
00:19:27: Dass das so ein Publikumserfolg werden würde... Ich hab mir da gar keinen Kopf gemacht!
00:19:32: Und dass mein Vater vielleicht einen sehr bedeutenden Regisseur war, hat mich auch nicht interessiert.
00:19:37: Es war für mich mein Vater, der aber merkwürdigerweise Am Set sehr umgänglich war.
00:19:43: Er war wirklich im Gegensatz zu Hause, wo er doch auch cholerisch veranlagt war.
00:19:49: War am Set gerade zu den Schauspielern sehr, sehr sensibel und freundlich.
00:19:55: Ich wusste genau was er wollte!
00:19:56: Und hatte ich laufen lassen?
00:19:57: Das ist interessant gewesen.
00:19:59: bei den anderen Regisseuren war es mehr so.
00:20:01: da habe ich wirklich Anweisung gekriegt und mein Vater das hat aber generell gemacht hat dann den Schauspielern immer gesagt erst mal alle raus das ganze Team musste raus.
00:20:10: Ach, da uns erst mal proben lassen.
00:20:13: Die Zeit hast du natürlich heute nicht mehr!
00:20:15: Aber damals wurde eben auch schon anders gearbeitet und mein Vater hat sich aber die Zeit für die Schauspieler rausgenommen.
00:20:21: Manchmal hat er dann gesagt so ich schmeiß jetzt alles um und jetzt wird die Schiene dargebaut und ich mache die Einstellung so und das wird so... Er wusste immer sehr klar was er vom Bild und vom Wort auch wollte und das war sehr sehr erhorsam ohne dass du es wirklich groß realisiert hättest, dass er dich eigentlich machen will.
00:20:39: Er hat es mich nicht spüren lassen.
00:20:41: Interessant, aus dieser Perspektive zu hören und mit diesen Worten ... Weil man geht ja in einen Mann, also wenn wir im Film gehen oder Schauspieler, oh cool!
00:20:51: Ganz cool wieder und so.
00:20:53: Welche Rolle der Regisseur da eigentlich spielt?
00:20:56: Wie sehr der ein Grund genommen bestimmt wo's langgeht... Man kennt ja ein paar große Hollywood-Namen meistens oder so.
00:21:04: Da erfährt man erst mal wie Wie die Rolle des Regisseurs
00:21:08: ist
00:21:09: und der so hinlenkt.
00:21:12: Wenn man dabei ist bei einem Highlight, wie geht man da raus?
00:21:19: Damals war es so... Ich war sehr fett im Geschäft.
00:21:26: Ich wusste gar nicht wo mir der Kopf steht.
00:21:30: Ich hatte keine Agentin, es war ja im Osten unüblich und hätte mir wahnsinnig gerne eine gewünscht.
00:21:36: Weil ich wusste überhaupt nicht mehr wie ich das alles schaffen und koordinieren soll.
00:21:39: Es ist mir dann auch einmal leider passiert weil wir zu lange gedreht haben.
00:21:44: Ich glaube dass war Einsatz Dr.
00:21:47: Federao.
00:21:48: Ich habe an der Ostsee gedrehte tagsüber und musste immer zur Vorstellung abends nach Potsdam hab in Berlin noch am Gorky Theater gespielt und bin nur unterwegs gewesen.
00:22:00: Und da habe ich einmal in Potsdam eine Vorstellung, also nicht verpasst.
00:22:04: aber ich bin zu spät gekommen und das steckte in meinem Kostüm dann schon eine Kollegin.
00:22:10: Ich war so geschockt!
00:22:14: Es war das schlimmste beruflich, was mir passiert ist.
00:22:19: Ich bin auch gar nicht der Typ und ich konnte nichts dafür.
00:22:22: Es waren einfach diese Drehgegebenheiten.
00:22:26: Jedenfalls es ist passiert.
00:22:29: Das war ganz fürchterlich!
00:22:31: Ich hab mal eine Frage weiter, die ich höre so.
00:22:35: Wie lernen denn die die ganzen Texte alle?
00:22:38: Was müssen Sie mich dann alles merken da, die Schauspieler?
00:22:41: Drei
00:22:42: Stücke gleichzeitig?
00:22:43: hat sie gerade gesagt!
00:22:43: Ja genau deswegen...
00:22:45: Ich frag mich auch wenn man das macht.
00:22:47: Ich denke wirklich, dass es ne Sonderbegabung ist.
00:22:51: Ich habe schon immer sehr leicht gelernt.
00:22:52: Schon als Kind, als kleines Kind als sich noch nicht lesen konnte.
00:22:57: Habe ich mir alles gemerkt Und hat auch immer eine blühende Fantasie, hab immer Geschichten erzählt.
00:23:04: Als ich dann in die erste Klasse kam, hat meine Mutter mit mir Lesen geübt und hat dann gemerkt ... Ich lese überhaupt nicht!
00:23:11: Kann das alles schon auswendig?
00:23:13: Ich geh mal stark davon aus, es fährt mich auch nicht schwer.
00:23:19: Wenn es manchmal schwierige Texte sind, habe ich so ein fotografisches Gedächtnis.
00:23:24: Und weiß ganz genau, wenn da was links oben steht das darf aber dann bitte nicht nochmal umgeschrieben werden und dann rechts in der Mitte stehen!
00:23:31: Das ist dann doof!
00:23:32: Da muss ich mich erst mal wieder neu ordnen.
00:23:34: oder wenn ich dann Text gelernt hab.
00:23:37: klar wenn man so viel macht dann kann man nicht soviel vor lernen.
00:23:40: oder damals konnte man das schon machen.
00:23:43: ich hatte ja auch die ganzen Klassiker zu spielen.
00:23:44: Ich habe auch schonmal Shakespeare umgedichtet weil ich einen Text vergessen habe.
00:23:48: nur meine Mutter hat die Leine Das war die Premiere.
00:23:52: Hat er denn gesagt, Anne kann es sein dass du da irgendwie äh einen Hänger hattest?
00:23:59: Ja, ich war mir nicht sicher!
00:24:02: Ich hab da irgendwas erzählt im Fährsmaß schickst und das war bei Langhoff Und den kam nur ein bisschen an der Vorstellungsmünze und dachte Anne ich tat jetzt Jetzt bist du von der Rolle, du kommst nie mehr rein.
00:24:18: Aber es hat kein Mensch gemerkt!
00:24:20: Ja, solange du im Fersmaß bleibst,
00:24:22: geht nicht so viel.
00:24:24: Zum Glück war das eine sehr körperliche Szene und da konnte man mit drei Klatschern ... Es war eine überhöhte Vergewaltigungs-Szene.
00:24:38: Das hört sich jetzt ganz dramatisch an.
00:24:40: Es war sportlich eigentlich auch lustig Und da haben es die Leute halt nicht so ganz verstanden, jedes Wort während ich da immer so aufklatscht.
00:24:53: Ich behaupte auch mal sind die wenigsten, die den Text genau so kennen wenn sie da sitzen?
00:24:59: Was für ein Verhältnis gehst du, wenn du eine Rolle erarbeitest dann mit dem Text ein?
00:25:04: was gibt ja Schauspieler, die sich dann richtig reinführen und sich nicht mehr distanzieren können?
00:25:09: Verliehst du dich auch manchmal in den Figuren?
00:25:10: Also
00:25:11: ich bin ja groß geworden mit dieser Ernst Busch-Schauspielschule.
00:25:14: Uns hat man ja nachgesagt, wir sind sehr amerikanisch und da hat man nach diesem Prinzip gearbeitet.
00:25:20: und da hieß es immer, du putzt dir die Schuhe vom Theater ab, gehst rein und bist in der Rolle aber genauso gehst doch wieder raus!
00:25:28: Du lässt deine Rolle im Raum was natürlich sehr billig gesprochen ist und nicht so funktioniert.
00:25:36: Es ist bei Filmen anders als beim Theater.
00:25:39: Theater ist ja sowieso stilistischer, aber du spielst natürlich von A bis Z da bist du in einem anderen Flow drin und gehst auch anders raus.
00:25:50: Am Set hast Du natürlich so viele technische Dinge zu beachten dass das nur weil es sehr hoch emotionalen Szenen passiert dass du dann manchmal am Tagesende nach Hause gehst Besonders wenn du heulen musstest, du holst er dann wirklich.
00:26:06: Und das ist ja eine physische Anstrengung.
00:26:09: oder ich hatte auch mal beim Mann im Baum so eine Verfolgungs-Fastvergewaltigungs-Szene.
00:26:15: da mussten wir in den Summen freien.
00:26:17: und also das war einer meiner anstrengendsten Drehtage bis heute.
00:26:20: Da gehst Du natürlich nicht so einfach lässig nach Hause und verabredes Dich abends noch.
00:26:27: Das macht dann schon was.
00:26:28: Da hast
00:26:28: du Gönter Schubert vermöbelt?
00:26:30: Ja, den habe ich dann vermöbelt und ich hab ihm wirklich eine gescheuert... hat er mir seit seines Lebens erzählt, oh du hast mir eine gescheuert!
00:26:38: In der Rolle, da hattest
00:26:40: du mit mir durchgegangen.
00:26:41: das ist unprofessionell, es war im Sumpf ja erhitzte sich von einem... Im
00:26:45: Sumpff oder im
00:26:46: Supf?!
00:26:46: Im SMPF!
00:26:47: Und da hast du jetzt noch nie
00:26:50: Patsch Da habe ich nicht immer nachgedacht und da ging es mit mir durch.
00:26:55: Ich hab den in dem Augenblick echt gehasst, ist mir auch mal mit Andreas Schmitzschaller passiert.
00:27:03: Ja aber dann war ich noch jünger.
00:27:05: Man hat ja eigentlich seine Techniken so.
00:27:08: Siehst du also doch völlig rein in die Rolle?
00:27:11: Heute kann ich dem Schuhe deiner knallen.
00:27:16: Meine beiden Lieblingspartner!
00:27:20: Ja, also ich hab ja mit Andrea so viel gearbeitet und auch mit Shubi so viel.
00:27:24: Aber die sind so liebe Menschen, mit denen habe ich wahnsinnig gerne gearbeitet.
00:27:28: aber am meisten glaube ich von allen Kollegen.
00:27:31: Und ich hatte Glück, ich hatte viel Glück.
00:27:35: Wie viele
00:27:35: Prozent Glück ist in deiner Karriere?
00:27:39: Wenn ich jetzt die Zeiten mitnehme, teilweise ist es Glück nicht mehr ganz so groß weil mein älter wird und die Rollen dann doch harer werden.
00:27:46: Ich würde aber doch schon sagen Siebzig Prozent.
00:27:51: Aber ich hab auch was gelernt, das muss man sagen.
00:27:53: Ich habe Handwerk, ich hab's gelernt.
00:27:55: Die restlichen dreißig Prozent sind harte Arbeit?
00:27:57: Ja ja, das ist schon ... Ich kann es so in Prozent eigentlich gar nicht sagen, weil da ist eine verschmitz mit dem anderen.
00:28:03: Ich wollte doch jetzt nicht wirklich die Prozentzahl, sondern ich wollte einfach darüber reden, wie wichtig Glück in einer
00:28:08: deutschen Familie ist.
00:28:10: Glück hatte ich vielleicht bei Terrence Hilbert-Spenser Weil, da musste ich ja nicht immer zum Casting.
00:28:18: Die haben im Wochen- und Monatelang Mädels vorgeschlagen, also Kolleginnen... Und der hat immer gesagt ne, ne, nee, ich für die!
00:28:26: Und er hat mir später erzählt schon ganz am Anfang gesagt Ich für die, also mich.
00:28:31: Aber die wollten immer noch weiß ich, die kam mit allen möglichen wahrscheinlich viel berühmteren Menschen Und das war natürlich mein Glück, dass der was von mir gesehen
00:28:41: hat.
00:28:41: Hat er Erfroht und gesehen oder ...?
00:28:42: Und ich hatte ja auch schon damals so ein Show-Reel.
00:28:45: also somit zu allen möglichen.
00:28:46: Ich habe ja sehr viel schön zu dem Zeit bis dahin gemacht.
00:28:50: Das hat er sich angeguckt und hat mich dann nur noch zum Gespräch eingeladen und hat gesagt na was soll jetzt nur hier jetzt vorspielen.
00:28:58: Ich bin nervös du bist nervös wir sind alle nervös es ist eine blöde Situation.
00:29:02: und nee Du bist du bist das du kannst das du machst das Ja.
00:29:08: Das war der letzte Film, den Terrence Imbud Spencer zusammen gedreht
00:29:11: haben.
00:29:13: Und klar vielleicht hatte ich auch Glück nach Mauerfall dass ich so alt war wie ich war also ist es siebenundzwanzig und jung genug um wirklich durch zu starten und noch frech genug zu sein um sich alles zu wagen und auf Leute zuzugehen auf die ich heute nicht mehr zu gehen wurde.
00:29:31: so ohne weiteres.
00:29:33: aber wenn man jung ist gehört einem ja die Welt.
00:29:36: Und das war natürlich, da habe ich auch was für getan für mein Glück und da war... Ja also ich kann es wirklich nicht sagen, ist gehört auch viel Glück dazu.
00:29:47: Immer dieses alte Sprich vor diesem richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort, es klappt nicht immer.
00:29:55: Also wenn man über dich liest dann steht ja auch überall spätestens im zweiten Abschnitt der Satz dass du über die Wände sofort rein in das neue Geschäft weiteres lief, weiter ohne Unterbrechung oder so.
00:30:08: War es ganz so einfach?
00:30:12: Im Nachhinein betrachtet ja aber als der Mauerfall war, das war ja Ende neunundachtzig, war ich noch sehr involviert beim DDR-Fernsehen.
00:30:25: Ich habe irrsinnig viel Rollen noch gespielt bis zum dreißigsten Juno.
00:30:33: In den letzten Jahren hatte ich noch sehr viel gearbeitet und hatte dadurch die Möglichkeit, mir ein sehr gutes Story zusammenzuschneiden.
00:30:48: Ich konnte mich schon darauf vorbereiten.
00:30:51: Und im Gegensatz zu meinen älteren Kollegen aus dem Assemble, das ist auch dem Alter geschuldet ... sehr an diesem Ensemble, ich war zu dem Zeitpunkt im Fernsehernsamble daran festhielten dass man uns ja brauchen müsse würde.
00:31:10: Das ging gar nicht ohne uns dachte ich mir am ersten Tag an dem ich das gehört habe in so einer Versammlung du musst dich jetzt kümmern Du musst dir eine Agentin suchen.
00:31:19: Wurde dich sowieso.
00:31:21: Du musst was tun.
00:31:22: und es hab' ich dann auch gemacht.
00:31:23: Und da hatte ich trotzdem wieder Glück dass dieser Film Vernehmung der Zeugen, also der verfolgt mich immer wieder.
00:31:32: Da wurden wir eingeladen eigentlich gegen den Willen der DDR weil die wollten ganz anderen Filmen schicken.
00:31:37: aber wir wurden ausgesucht, weil wir eben gesellschaftskritisch waren und es ging ja da schon um Glas in Ostion Perestroika Und dann war ich im Glawnar kennengelernt und eben auch eine ganze Klicke von Leuten westdeutschen Delegation und war dem Globner.
00:32:01: Und wir sind zu uns Gespräch gekommen, weil ich ja da meinen Beitrag hatte und dann gab es noch mit der Katharina Böhm den westdeutchen Beitrag.
00:32:10: Wir haben uns so ein bisschen über die Zeit auch angefreundet und das war toll.
00:32:17: Da habe ich Robert Deniro kennengelernt und Antonio Gardes.
00:32:20: Es war schon sehr lebensreich.
00:32:22: und Margarete von Trotter Und mit diesem Spirit bin ich da nach Hause und hab dann Ärger erst mal gekriegt, dass ich so viel in den Zeit verbracht habe.
00:32:33: Weil ich sollte doch eigentlich gar nicht mit Westlern reden und dann hab' ich gesagt aber ihr habt mich zu einem Festivell geschickt im internationalen.
00:32:39: Da müsst ihr schon damit rechnen, dass sich auch mit denen anderen spreche!
00:32:42: Mit denen kann ich ja immer sprechen von unserer Delegation.
00:32:46: So egal... Aber jedenfalls wir sind immer im Kontakt geblieben der Vadim und ich und haben uns geschrieben.
00:32:53: Damals hat man noch Briefe geschrieben, weil Telefonieren war ja immer ein bisschen schwierig vom Osten in Westen.
00:32:59: Und er war aber öfter mal in Ost-Berlin und dann haben wir uns so zwei, drei Mal da auch getroffen zum Kaffee... ...und dann hat er eben gesagt, ich würde gerne mal mit dir was machen!
00:33:08: Aber das ist ja wo alles ein bisschen Schwierig, du bist ja an diesem
00:33:11: Fernseh-Ansamble.".
00:33:13: Ich sagte nach der Tat, es wird mir nicht genehmigen, war dann auch so.
00:33:17: und dann nach Mauerfall war er weg aus Berlin.
00:33:20: Ich hatte nichts mehr, keine Telefonnummer, gar nix mehr.
00:33:24: und dann habe ich überlegt was machst du jetzt?
00:33:25: Aber der wollte ja etwas mit dir machen!
00:33:27: Ich hab damals noch für Bahre Münze genommen.
00:33:29: wir können ja mal was machen, da habe ich es so
00:33:30: genommen.".
00:33:31: Und dann fiel mir ein Ah!
00:33:35: Er hat mir erzählt dass sein bester Freund Wim Wenders ist Und der ist doch jetzt beim... Ich glaube, es war der ... ist die Geburtstag von Aspekte dieser Kulturmagazin.
00:33:47: Da muss ich irgendwie hin und meine Tante war Pressefrau bei Soekamp & Insel Die kannte die Leute da!
00:33:55: Dann hab' ich über meine Tant und Anna Dubeck, die Mona Lisa moderiert hat, dann irgendwie da Zugang gefunden zu Aspekten hatte zu dem Zeitpunkt einen Brief geschrieben an Vadim Gloffner und dachte Wemwenders ist da auch?
00:34:10: Das habe ich gelesen, der wird schon kommen.
00:34:11: Ist ja in Berlin die
00:34:12: Veranstaltung.".
00:34:13: Und dann bin ich mit meinem Brief an, war dem Globner, da in die Veranstalterung und dann verließ mich allermut.
00:34:22: Dann hat Anna Dubek von Mona Lisa gesagt, Anne, jetzt steht er allein!
00:34:27: Schubst du mich wirklich in seine
00:34:29: Richtung?!
00:34:30: Und dann war dir erst mal so ganz erschrocken und sehr unnahbar... Und dann habe ich gesagt, mein Name ist Anne Kaspack.
00:34:39: Ich bin Schauspuner aus der DDR.
00:34:41: Ich kenne Wadim Glofner und ich möchte ihm diesen Brief geben.
00:34:44: Können Sie ihm den geben?
00:34:44: Bitte danke!
00:34:45: Tschüss!
00:34:45: So das war mein... Mit Wenders.
00:34:52: Und ich wollte eben die Geschichte immer mal wieder erzählen.
00:34:54: Ich hab ihn jetzt schon dreimal wieder getroffen.
00:34:57: Wir kennen uns aber eher kennen mich nicht und ich trau mich immer nicht an zu quatschen.
00:35:03: Naja irgendwann vielleicht werde ich es nochmal tun Und das war dann so mein Eintritt, diese ganze Geschichte.
00:35:10: Der Brief ist angekommen.
00:35:12: Noch in derselben Nacht hat mein Telefon geklingelt und dann sagte da so eine Männerstimme Anne, jetzt war die ihm.
00:35:19: wie kann ich dir helfen?
00:35:21: Was gibt's doch nicht!
00:35:23: Ich
00:35:23: hab doch heute Abend erst den... Da hat der Wim Wenders hier den Brief gegeben Ja, ich rufe sofort an zwar um zwei Uhr morgens oder so.
00:35:32: und dann habe ich gesagt Brauch Arbeit.
00:35:36: Ich glaube, die Mauer ging auf im November... ...ich hatte bis Februar März nichts zu tun und ich dachte, die Welt geht unter.
00:35:43: Ich wollte schon die Kamerspiele klein machen oder das Kino hier in Kleinmachno übernehmen.
00:35:48: Und jetzt hat Wadim zu mir gesagt, dass lässt du mal schön bleiben.
00:35:50: Du bist Schauspielerin!
00:35:52: Dann habe mich aber monatelang nichts von ihm gehört und auf einmal wurde ich zu einem Casting eingeladen in Berlin.
00:36:00: Ja, war das Casting?
00:36:02: und dann kam der Produzent und sagte, ach du bist also die Empfehlung von Vadim.
00:36:06: Und ich, äh?
00:36:07: Ja, Vadim ist unser Co-Produzent.
00:36:10: Aha!
00:36:11: Da wusste ich woher es kamen und ich hab ja auch die Rolle bekommen.
00:36:14: Welcher
00:36:14: Film war das?
00:36:16: Eines Tages irgendwann.
00:36:18: Da habe ich meinen Mann kennengelernt, der da drin sitzt.
00:36:20: Das war einundneunzig.
00:36:24: So kam das mit und dann ging's ... Immer weiter habe ich der Zwerg im Kopf gedreht, das ist ein Kinderfilm.
00:36:31: Noch in den DEFA-Studios oder hießen die schon Babelsberger Studios weiß jetzt gar nicht.
00:36:36: und äh ja dann Bavaria.
00:36:39: ach das war lustig!
00:36:40: Das waren auch vor allem anderen... Wenn es
00:36:42: lustig war, erzielt.
00:36:43: Aber ich bin die Bavariat gedreffert, überhaupt das allererste.
00:36:46: Das war neunzehnundneinzig Und äh kriegte da einen Anruf?
00:36:51: Ähm Ja ist die Suche für Stahlkammer Zürich.
00:36:54: Das ist so eine Serie für eine Episode, eine Hauptrolle Und du musstest aber zum Casting kommen.
00:37:01: Ich sagte, ja, kann ich ja machen?
00:37:02: Ja also der Aufnahmeleiter kommt aus Kleinmachennot, er würde dich dann im Bus mitnehmen.
00:37:07: Im VW-Bus oder weiß ich was der da hatte... Also ist das wie nach München?
00:37:12: Ja!
00:37:13: Ich dachte ne es gibt dort Züge, es gibt Flieger, nein in dem VW Bus.
00:37:17: und dann wurden auch Janina Hartwig eingeladen und noch ein Mädel und dann fuhren wir wollten nach Münchern fahren Und an dem Tag senkte sich die Inntalbrücke.
00:37:29: Es hieß, es ging gar nichts mehr auf den Straßen von München und auch um München überhaupt!
00:37:34: Also wir waren knapp zehn Stunden unterwegs... ...und dann sollte ich ein Casting machen also alle drei sollten casting machen.
00:37:42: Dann hab' ich gesagt da saßen die dann da alle und ich habe gesagt Ich mach jetzt keinen Casting, weil das können sie vergessen.
00:37:47: Die können gerne mit mir reden.
00:37:49: Und dann riefen Sie mich an nachdem ich wieder das im Kleinen mache.
00:37:52: Ja, Sie haben die Rolle
00:37:54: Ohne Casting!
00:37:56: Und das war dann der nächste Schritt und ich habe die Rolle auch angenommen, weil sie in Italien spielte.
00:38:04: Dann haben sie alles was also in Bezug auf meine Rolle gestrichen.
00:38:09: Ich war nur noch in München und der Clou der ganzen Geschichte war... Also wir haben dann gedreht und es war alles schick.
00:38:17: Der Regisseur schlief immer am Set ein dachte ich, aha sind ja auch Interessante Gepflogenheiten Oder sind wir so scheiße?
00:38:24: und dann Miro Nemez spielte meinen Partner dort.
00:38:27: Und der sagte, nee, nee!
00:38:30: Der hat eine brasilianische Freundin.
00:38:32: Ich weiß nicht was er mir damit sagen wollte.
00:38:35: Jedenfalls hieß es dann, weißt du am besten?
00:38:37: Wir kümmern uns um uns und der Kameramann passt schon auf.
00:38:43: So haben wir gedreht, dachte ich mal etwas Neues.
00:38:48: Dann war das Ding abgedreht und wurde verboten Schon wieder in der Produktion, die verboten wurde.
00:38:53: Wir sind jetzt
00:38:54: im Jahre ...
00:38:54: ... und
00:38:57: beim Bayerischen Rundfunk.
00:38:58: Ja,
00:39:00: so was hat man übrigens schon öfter gehört, dass das vom bayerischen rundfunk gewisse Sendungen nicht sehen werden wollen.
00:39:09: Aber
00:39:09: ich glaube es ist H-A-R-D, das war...
00:39:13: Beim Bayerschen Rundfuhr, also Gottschak und Jauch haben auch viel aus ihrer Radiogeschichte erzählt.
00:39:19: Auch die können Geschichten erzählen, wie wir das da in den oberen Etagen Dinge nicht gerne gesehen sind.
00:39:25: Wenn man sagt, macht das man nicht?
00:39:27: Ich weiß bis heute nicht warum das Ding im Giftschrank liegt.
00:39:30: Bis heute ging es um eine Versicherungsgesellschaft.
00:39:36: Bei privaten würde ich so verstehen wenn's hier auf Sponsoring geht und welche Verträge für die Zukunft dass sie sagen, wenn ihr das macht dann sind wir raus aus der Produktionszuschuss.
00:39:44: Wir haben vorhin darüber geredet, wie intensiv auch für die Kamera aus ist.
00:39:49: Der Regisseur mit den Schauspielern gearbeitet hat, wie viel Zeit man sich genommen hat und wie angenehm das war und wie man sich so eine Rolle dann auch erarbeitet.
00:39:57: Wie ist denn das heute?
00:40:01: Ich glaube wir sind allmählich an dem Punkt angelangt dass sie uns brechen.
00:40:06: Es ist nicht mehr... Also zumindest die Formate, die ich momentan bediene also Serie Vorabendsserie auch ist schneller, höher weiter.
00:40:17: Du musst ein Vollprofi sein.
00:40:19: um aber alle die ganzen Teams Hut ab vor den Teams.
00:40:24: wirklich das ist unglaublich was sie leisten müssen was wir alle leisten müssen und das Problem ist dass die Sender mehr einsparen müssen.
00:40:36: Und das geben die natürlich an die Produktion weiter, die gibt es an uns weiter.
00:40:41: Das hat zur Folge dass ich mich manchmal wundere warum ich nur zwei drei Drehtage für eine Hauptrolle Episode habe oder hatte und dann gucke ich mir die Folge an und denke das ist wirklich die absolute Hauptrolle!
00:40:55: Das heißt einfach du bist von früh bis spät du Knatter ist drunter, Text, Text.
00:41:02: Du wirst sehr begrenzt auf Motive.
00:41:05: also was wir früher noch an ich kann das sehr gut beschreiben an Notrufhafenkante weil es eine Serie finde ich richtig gut.
00:41:13: und aber auch die werden natürlich die sparen ein und Es spielt jetzt ganz viel wirklich nur noch im Krankenhaus Und in der Wache ist zur Wernung größtmögliche Stanz vermieden, weil die Zeiten das Geld nicht mehr da sind und das kriegst du mit.
00:41:32: Du hast weniger Drehtage für eigentlich dieselbe Leistung.
00:41:36: Für uns Schauspieler gilt das zumindest, weil wir ja ... Ja!
00:41:39: Die Sendeminuten sind ja geblieben.
00:41:42: Und äh... Das ist schon schade, weil oftmals wünschen sie sich alle man vielleicht doch noch mal bisschen tiefer gehen könnte in den Szenen, aber die Zeit ist einfach nicht da.
00:41:57: Ist
00:41:57: es dann gut wenn man ein gutes Handwerkzeug mit bekommen hat?
00:42:00: Ja absolut.
00:42:01: und dass du sehr schnell auch bereit bist so mit ein zwei Proben das du genau weißt und auch der Regisseur muss genau wissen was er will und du musst zuverlässige Partner haben, dass jeder ganz genau weiß was er zu tun hat und dass Das war früher, das ist wieder der Vorteil an der heutigen Technik.
00:42:33: Dass du natürlich... wieder ansetzen kannst, Material spielt ja keine Rolle mehr.
00:42:38: Das ist kein Film.
00:42:39: Und also das ist das Schlimme nicht wenn du dich versprochen hast dann setzt du selber nochmal an den Satz und kannst ihn natürlich wiederholen.
00:42:46: aber es kann auch sein dass du damit den Partner natürlich verwirrst oder oder ja das der Rhythmus in der Szene nicht mehr stimmt.
00:42:53: Also das ist natürlich eine ganz neue Anforderung die er so früher nicht gab und ich bin ja damals so oft die Nase gefallen.
00:43:00: das war zum glück gleich am Anfang meiner Karriere mit Einzug ins Paradies, als ich noch allein war.
00:43:06: Ich hatte eine Szene mit Eberhard Esche, die mich sehr verehrt habe als Schauspielerin oder ihn als Schauspieler und dann als Schaugspielschülerin.
00:43:17: Der hat zeitgleich in Einzug im Paradies gedreht.
00:43:24: Das ist so, er verliebt sich ein bisschen in meine Rolle.
00:43:29: Wir hatten eine ganze Menge miteinander zu tun und dann hat mir auch eine Szene... Ich habe da immer nur gelernt!
00:43:37: Auf Schnitt, also das heißt auf Take.
00:43:40: Also ich wusste ja aha die Grebücher waren so aufgebaut dass du eigentlich genau wusstest wo geschnitten wird und wo sie absetzen und ich habe dann immer nur die Abschnitte gelernt und nicht die ganze Szene.
00:43:53: Und dann sagte mir Achim Hühner So wir drehen das mal durch in einer Richtung und ich bin nur hängen geblieben Es bestimmt drei, vier Mal.
00:44:05: Und irgendwann ... Wann in Trabi war zwischen dem Eberhard und mir, haut er mit der Faust zu auf den Trabbi, aufs Trabidach?
00:44:14: Er knaufte so durch und ich wusste, oh Gott!
00:44:18: Der ist jetzt stinksauer.
00:44:21: Und ich hatte so ein schlechtes Gewissen, von dem Tag an konnte ich das ganze Drehbuch.
00:44:26: Alle Drehbücher, die jemals in meinem Leben noch kamen... Ich konnte sie von A bis Z auswendig!
00:44:34: Ich kann meine Texte im Schlaf.
00:44:36: Das ist diese eine Begebenheit gewesen als ich Lion war.
00:44:42: Wir nennen es Lernen durch Schmerz.
00:44:44: Ja, das war wirklich ein Schmerzen!
00:44:47: Und dann hat er aber wohl auch gemerkt... Er hatte auch zeitgleich bei meinem Vater gedreht, Sachsens Glanz.
00:44:52: und dann ist er zu meinem Vater und hat gesagt, ich glaube, ich fahre neug' mit deiner Tochter ein bisschen streng und ich hatte natürlich zu Hause ganz erzählt.
00:45:00: Dann hat er das von meinem Vater erzählt.
00:45:02: und ja, aber... Ist er harterecht?
00:45:06: gibt es Situationen, wo man als Schauspieler Einfluss nehmen kann auf so eine Szene.
00:45:12: Auf das Spiel und die Feinheit?
00:45:16: oder sagt der Regisseur so und nicht anders?
00:45:20: Kann man daran bieten?
00:45:21: Ja,
00:45:22: das kann man natürlich anbieten.
00:45:24: Es gibt ja Regisseure die... In den Movies früher war es ja auch, also vor ein paar Jahren noch was ganz so stressig, da hast du natürlich angeboten oder du hast im Vorfeld richtig geprobt.
00:45:35: Das gibt's natürlich auch, dass es dann am Set schnell geht aber dann werden richtig Proben angesetzt.
00:45:41: Es gibts in den Formaten, die ich momentan mache auch nicht bereitet man sich eben im Vorfeld schon größtmöglich drauf vor.
00:45:51: Da kann man natürlich diskutieren und anbieten, aber letztendlich bist du wirklich weisungsgebunden.
00:45:55: was der Regisseur will, musst Du machen!
00:45:58: Es wird nur anstrengend wenn der Regissor nicht weiß was er will... Und dann bietest Du diese Richtung an!
00:46:04: Diese Richtung!
00:46:05: Jene Richtung!
00:46:07: Und dann sitzt ja da... Ah nee... Weißt Du?
00:46:11: Ähm.. Nee!
00:46:13: Er macht doch noch mal etwas anderes!
00:46:15: Da wirst Du irre!
00:46:16: Da wirst du immer unsicherer und immer schlechter.
00:46:18: Sowas gibt's auch, zum Glück sehr selten ist mir das vorgekommen aber es ist auch nicht passiert.
00:46:25: Dein Mann arbeitet ja auch als Regisseur.
00:46:28: Wenn Herr Schelme von dir sieht kritisiert er dann oder hältst Du das aus wenn er das anschaut?
00:46:34: Ja ich bin ja ein gebranntes Kind durch meinen Vater Der aber dann immer sagt, meine Mutter war die schwerste Kritikerin.
00:46:44: Die hat dann immer gesagt ne und nee und nein!
00:46:47: Und mein Vater zum Beispiel einsatz Dr.
00:46:50: Federerau sagt ja naja also als Kritik ja ich meine Dafür war es gut.
00:46:59: Das braucht Bände!
00:47:01: Absolut, ja.
00:47:04: Sie kann ja nicht
00:47:05: viel machen?
00:47:05: Ja, dafür war's gut.
00:47:08: Ich kann nichts für die Bücher, ich konnte nur... Also da war ich noch so jung.
00:47:12: Aber du kannst natürlich wenn du eine gewisse Begabung hast sag' ich mal, kannst du auch dem Regisseur mal zeigen.
00:47:21: aber es könnte doch in der Richtung funktionieren.
00:47:24: und Manchmal spielt man dann auch eine Variante so für den Schauspieler und einer für den Regisseur.
00:47:30: Und der Regisseure macht dann was er will oder sagt, ich nehme aus beiden etwas!
00:47:34: Am Theater diskutierst du natürlich ununterbrochen.
00:47:37: Aber ich bin kein Probenhengs, das muss man aussagen!
00:47:39: Ich war schon am Theater immer sehr froh, wenn die Premiere war.
00:47:43: Ich hatte immer gerne früher schon die Premiere gehabt.
00:47:46: Ich brauchte immer Publikum und den Thrill ... Das konnte ich mehr genießen.
00:47:54: Und Proben hat mich oft ganz schnell gelangweilt.
00:47:58: Wenn man selbst das Gefühl hat, es ist gut, ich hab's jetzt drauf... Da muss man aber mit dem Ausfall so lange mitziehen.
00:48:05: Ja, und dann hast du manchmal das Gefühl der Regisseur macht es jetzt nur weil er sechs Wochen Zeit hat oder acht.
00:48:11: Aber warum?
00:48:13: Das gibt's doch gar nicht her!
00:48:14: Und ja, das fand ich immer ein bisschen anstrengend.
00:48:18: Du
00:48:18: hast eben Notruf Hafenkant erwähnt, da spät ihr auch Gerrit Kling, Reha Hader.
00:48:23: Seid ihr am Set in Hamburg die Ostklicke?
00:48:28: Es ist ganz komisch.
00:48:29: Ich weiß nicht, woran es liegt.
00:48:31: Immer wenn ich meine Ossi-Kollegen irgendwo treffe freue ich mich tierisch und mit Gerrit habe ich ja nur auch noch zusammen studiert also wir waren ja ein Studienjahr und das ist da und Götz Schubert eben auch und Matthias Freihoff und Simone Tomala.
00:48:48: und also wenn wir uns sehen dann ist so äh so ja das macht schon irre viel Spaß.
00:48:55: Wir sind ja noch mit so einer Ethik groß geworden, ein Sammelmitglied auch zu sein.
00:49:04: Also einen Werk zu bedienen oder ein Stück zu bedienten eine Rolle zu bedienen aber den anderen auch atmen zu lassen also nicht nur ganz egozentrisch zu denken und das finde ich merkt man bis heute in der Arbeit.
00:49:20: Das funktioniert so ohne sich irgendwie Verständigen zu müssen.
00:49:27: Das ist toll!
00:49:29: Ich freue mich immer sehr, wenn ich da meine Ossi-Kollegen habe.
00:49:31: Gibt es aber in einer Branche auch so was wie ein Ostbewusstsein?
00:49:35: Also ist denn das Ostdeutschsein in dem Sinne hemmend oder vielleicht sogar fördernd?
00:49:41: Wie erlebst du das?
00:49:43: Heutzutage spielt überhaupt keine Rolle mehr.
00:49:45: Ich hab's einmal erlebt – leider hatte ich die Hauptrolle und das war eine Serie.
00:49:53: Das war sehr anstrengend.
00:49:55: Da hatte ich einen Kollegen, einen westdeutschen Kollegen der ein Haars auf uns hatte weil die Mauer war da gerade offen und das Ding habe ich zweiundneunzig dreiundneinzig glaube ich gedreht und da hast du es gemerkt dass er nur auf sich fixiert war, aber das hat das ganze Team auch spüren lassen.
00:50:19: Das war die einzig wirklich unfühle Arbeit ich mal hatte.
00:50:22: Leider Gottes lief sie ein Jahr!
00:50:26: Aber nach einem halben Jahr wurde der Regisseur ausgewechselt.
00:50:29: dann kam Helmut Kretzig und das Lustige ist ja in Ossi, aber ich habe ihn da erst kennengelernt und dann wurde die Atmosphäre etwas freundlicher Und es war aber die einzige Produktion, wo's nicht so gut lief.
00:50:48: Also das war ... Ich hab nämlich
00:50:49: ein bisschen den Eindruck, wenn man deine Biografie sieht, du musst das nicht erst mal von dem Ruf als Tochter von vielleicht befreien dann als Ostdeutsch im Westen, als Frau in einer harten Branche, als Schauspielerin.
00:51:05: Das wird ja auch immer alles nicht einfacher.
00:51:07: also da sind viele Dinge, wo du wirklich Wahrscheinlich stark dagegen gehen muss.
00:51:12: Ja und dann kriegst du auch ganz schnell den Ruf einer Zicke.
00:51:17: Das ist mir auch passiert, das hat mir irgendwann jemand Frid Mosbech gesagt, es war schon in die neunziger Jahre, er hat gesagt ja Anne Du gehst als schwierig, sag ich wie.
00:51:25: ich gelte als schwierig Und dann hat sich rauskristallisiert.
00:51:31: Ich galt als schwierig weil ich Sachen hinterfragt habe aber für die Figur Da dachte ich auch, wenn das dann schon schwierig ist und wir nicht mehr miteinander kommunizieren können, muss ich wahrscheinlich einen Job wechseln.
00:51:45: Ich habe aber auch diese starken Frauenrollen immer bekommen.
00:51:51: Als kleines Liestchen Müller, was so eine graue Maus besetzt.
00:51:55: Aber ich hab auch Rollen nicht gekriegt weil sie gesagt haben... dass ich zu stark bin.
00:52:01: Ich hab das nie verstanden, weil die kann man denn zu stark sein?
00:52:04: Du kannst doch eigentlich nur ... also miteinander wachsen wenn alle... Also du ziehst dich doch gegenseitig nach oben!
00:52:11: Man sollte sich nicht nach unten orientieren.
00:52:14: Aber das waren manchmal Begründungen, die ich auch bekommen habe bei Rollen, die dann abgelehnt worden sind mit mir.
00:52:21: Das hab ich nie verstand.
00:52:22: Vielleicht hat es ja auch damit zu tun, dass Männer wie ihre Fälle wegschwimmen sehen oder so.
00:52:26: Sie seien ja eine starke Schauspielerin da.
00:52:30: Da lasse ich mich gar nicht auf ein, ich bin hier der Herr und nehm's gleich von vorn an
00:52:33: anders.".
00:52:34: Ja das kann durchaus sein... Das kann sein weil das hat man auch ihm mal gesagt.
00:52:39: Ich hab' ihr ja kennengelernt dabei ja Kameramann.
00:52:41: Ihm meinst du dein Mann?
00:52:42: Mein
00:52:42: Mann ja!
00:52:43: Also Oran-Schmuggler.
00:52:45: Und er ist dann auf Regie umgestiegen nach fünf sechs Jahren und also nachdem wir uns kennengelern hatten.
00:52:58: Und dann habe ich gedacht, wir könnten ja eigentlich auch mal zusammenarbeiten.
00:53:03: Wir wollten beide auch zusammenarbeiten!
00:53:05: Man hat uns bis zu zweitausend ... er ist neunzig Regisseur geworden und hat eine ganze Menge gearbeitet.
00:53:12: Bis zwei tausend nicht miteinander arbeiten lassen, weil sie Angst haben, dass ich ihn fertig mache oder so.
00:53:20: Dann zweitausend haben Sie gesagt das war so goleipzig die Produktion war so nett
00:53:26: durfte
00:53:27: ich mit ihm arbeiten und alle sagten, naja ihr habt doch hoffentlich schon die Scheidungspapier und alles runterdach und fach und alles geklärt.
00:53:37: Und wir dachten beide nur, sag' es ist.
00:53:41: Und haben dann eben wunderbar miteinander gearbeitet.
00:53:44: und von dem Zeitpunkt an durften wir ... war's keine Frage mehr!
00:53:48: Durften wir immer.
00:53:49: Aber das war auch so ein Ding wo die nicht wussten gestandene Schauspielerin Ehren quasi Neurisches für Aber es ging eben super und seitdem haben wir, ich weiß nicht wie viele Produktionen miteinander gemacht.
00:54:01: Jetzt gerade wieder!
00:54:02: Also die kommt jetzt im Sobster-Kammer ... Eh, Sokowissmar?
00:54:06: Ja, Socowissma.
00:54:08: Und das war vor ein paar Monaten... Wo
00:54:11: ist der für unsere Hörer auch mal wichtig zu wissen da kommt Socowsismar?
00:54:13: Dein Mann macht die
00:54:14: Regie?!
00:54:15: Stimmt!
00:54:15: Du
00:54:15: spitz mit!
00:54:16: Ja, hapte, wieso den Hauptrolle.
00:54:19: Ah
00:54:19: okay, gut.
00:54:20: Das geht wieder am Mord wahrscheinlich eine stummen Vertratwaffe
00:54:28: Das
00:54:29: ist doch wohl
00:54:33: mal bekannt im Fernsehen.
00:54:34: Und wissen wir, das ist die gefährlichste Stadt Deutschlands?
00:54:40: Ja ja, wer will wissen wehtet beurteilt es egal aber ich finde das niedlich das gute und das unterhaltsam das toll aber es ist immer wieder eine stumpfe Tatwaffe mehr nach der Objektion morgen früh dann.
00:54:53: Aber daran haben wir jetzt auch in Deutschland gewöhnt, dass die Serien alle so ablaufen.
00:54:58: Wir heißen die Rosenheim-Cups oder es ist ja immer gleiche Ding... Unersättlich das Publikum!
00:55:03: Immer das Gleiche, oder?
00:55:04: Ja, aber jetzt sag's mal dein Mann, Regisseur du Mit den Erfahrungen, mit den Dingen, die du alle gemacht hast.
00:55:12: Wann habt ihr das letzte Mal beide hier gesessen?
00:55:14: im Rücken?
00:55:15: Eine riesengroße Bücherwand für unsere Zuschauer und vorne ein riesengroser aber insgesamt ein bisschen kleinerer Fernseher!
00:55:22: Wann hat ihr das letzten mal da gesessen und habt beide ein filmisches Werk gesehen wo ihr sagt wow sowohl als auch als Regisseur und als Darstellerin?
00:55:32: Also
00:55:32: wow!
00:55:33: Gebt's
00:55:33: das?!
00:55:35: Wir haben beide gesehen Fatih Akim den letzten Film, jetzt habe ich ihn Titel vergessen.
00:55:40: Amrum, amrum!
00:55:42: Und da haben wir beide da gesessen und dachten, die haben wir hier geguckt... ...und da haben beide gedacht, wow, geile Kamera, geiles Schauspieler, toller Film, endlich was Szeniastisches!
00:55:56: Ich bin ja auch in einer Filmakademie, ich hab den auch gewählt Leider nicht gekriegt, aber ich fand den Film großartig.
00:56:03: Da haben wir beide gesessen vor ein paar Monaten gewesen und ...
00:56:07: Ich frage für einen Freund, Filmakademie stellt man sich darunter vor?
00:56:12: Wie funktioniert das da?
00:56:13: Ja, das ist im Prinzip wie wenn zum Beispiel die Kandidaten für die Lola ... Es gibt viele ... Also für den deutschen Filmpreis es gibt ganz viele ... Bildungsveranstaltungen, Veranstaltung zwischen den Gewerken und so was.
00:56:32: Also eine richtige Akademie ist da, als uns zweimal mehr treffen wir uns dann zu einer Mitgliederversammlung.
00:56:37: Und jetzt ist es ja hochaktuell über KI zum Beispiel diskutiert und gesprochen.
00:56:43: Was das bedeutet?
00:56:44: Über Verträge wie die aufgebaut sind.
00:56:46: Weil mir ist es zum Beispiel passiert ich sollte einen Vertrag unterschreiben indem mich meine Stimme über den Tod hinaus hätte zur Verfügung stellen können in Amerika.
00:56:58: und dann stellte sich raus, dass die Firma wenn sie synchronisieren will irgendeine App benutzt oder irgendwas benutzt wo die rechende amerika sind.
00:57:10: Und das freut mich einfach schon mal so leise stehen teil mich ohne was zu zahlen an sich reißen.
00:57:15: also so eine sachen werden diskutiert dass das abgesichert werden muss und es ist schon nicht unklar.
00:57:20: ich brauche ja nur drei zusammenhängende setze von der.
00:57:23: Und
00:57:23: schon mal synchronisieren dir ein Film mit deiner Stimme.
00:57:26: Aber es ist schnarschrecken!
00:57:27: Ich bin froh, dass ich so alt bin wie ich bin... ...ich hatte ein sensationelles Schauspieler-Leben aber ich glaub das wird jetzt zu allmählich ähhh... Ich weiß
00:57:37: nicht.
00:57:38: Ja interessant, wie bewertest du diese?
00:57:40: Oder wie bewertet die Akademie das?
00:57:43: Weil Kai greift ja um sich.
00:57:46: Ist der Beruf am Aussterben irgendwie...
00:57:47: Also ich glaube schon, es geht an uns alle.
00:57:50: Es geht an die Autoren und Musiker, an die Regisseure.
00:57:54: An die Journalisten.
00:57:57: Ich nutze da selber die Kaii.
00:57:58: Die muss er sagen.
00:57:59: Das hat seinen Gutes.
00:58:01: aber ich frage mich immer was machen wir dann mal alle?
00:58:04: Ich habe ja selber so ein kleines Automower heißt ja, so einen kleinen Mähroboter.
00:58:10: Wer hat dich immer mal jemanden in den Garten gepflegt?
00:58:13: Ja, jetzt hab ich da meine kleine Maschine.
00:58:16: Der widerspricht aber nicht!
00:58:17: So
00:58:18: ist es und hat keine Gewerkschaft, wird nicht krank... Und so ist das mit der KI.
00:58:23: Die ganzen Sprecher-Jobs sind schon weg.
00:58:28: Ich weiß nicht wo's hingeht.
00:58:29: Ich wurde heute keinem Jugendlichen empfehlen ins Filmbusiness zu gehen.
00:58:33: Wirklich nicht.
00:58:35: Ich weiss auch nicht.
00:58:37: Irgendwann sitzen wir dann alle ohne Arbeit haben ohne Ende Freizeit und hauen uns dann auf die Köppe?
00:58:43: Wir
00:58:45: müssen noch im Programm sehen, angebliche Schauspieler-KI-Figuren.
00:58:50: die vielleicht ja sogar noch ähnlich sehen und sprechen wie du.
00:58:55: Sohn ist ja auch ein bisschen das, macht er diesbezüglich dann Sorgen
00:58:59: um ihn?
00:58:59: Der ist schon vor vielen Jahren ... der ist ein Glückskind.
00:59:02: Corona begann, er bekam Anruf von Kumpels ob er nicht Lust hätte in der Post-Production zu arbeiten.
00:59:08: Sie hätten eine eigene Firma aufgemacht Und sie bräuchten da jemand so, der Computer so Kenntnisse hatte Und programmieren ist es nicht.
00:59:15: Aber die bereiten Filme für den internationalen Markt auf, in drei Sprachen und weiß nicht was alles.
00:59:22: Und dann sagt er ja es mache ich weil mit Schauspielerei ist ja jetzt sowieso nichts und seitdem arbeitet der dort und wenn etwas kommt dann spielt er nebenbei.
00:59:31: also das ist da schon hat sich schon zweigleisig aufgestellt
00:59:36: sieht man die folgende Generationen die dann gleich das Vertrauen gar nicht mehr so im Beruf hat und gleich zweiglesig
00:59:43: fährt Ja, das ist richtig.
00:59:45: Das stimmt.
00:59:46: Früher wär ich auch nicht auf die Idee gekommen, höchstens mal vom Schauspiel in die Regie umzusteigen.
00:59:52: Aber sie macht ja auch keinen Sinn mehr!
00:59:55: Nicht mehr?
00:59:55: Den hast du nicht den Plan jetzt irgendwie wandern wir zu sagen?
00:59:57: Nee...
00:59:59: Also
01:00:00: wenn dann wirklich unseren eigenen Film aber livehaftig und der Hinsicht ist es gut dass die Technik soweit ist weil man braucht ja nicht mehr viel um seinen eigenen Film zu machen.
01:00:14: Und im Theater?
01:00:17: Da kann man eigentlich jetzt noch nicht... Wobei, wir haben die Avatare.
01:00:20: Das geht also vielleicht... Ja,
01:00:22: ja!
01:00:22: Im Theater natürlich, das wurde natürlich funktionieren und ich krieg auch meine Anfragen aber irgendwie da muss man ja Geld mitbringen.
01:00:33: Dann musst du wirklich alles stimmen.
01:00:35: Du musst so ein tolles Stück sein, tolle Regie, tole Kollegen, möglichst nicht so weit weg Mensch, ich bin auch noch Oma geworden.
01:00:45: Ich will ja auch was vom Enkelkind haben wenn man dann abends dann nochmal auf der Bühne steht.
01:00:51: Das habe ich gemacht vor zehn Jahren ein Jahr lang bei Calender Guards am Kudam Theater.
01:00:57: das hat viel Spaß gemacht aber es ist auch ziemlich ein Knochenjob weil du nichts anderes machen kannst.
01:01:04: Du bist jeden Abend auf der bühne und immer mit demselben Stück Aber wenigstens war's voll.
01:01:10: Das ist das war toll.
01:01:12: Also wenn hier Babelsberg anruft und sagt, wir brauchen eine Mutter bei gute Zeiten schlechte Zeiten dieses Pensum jeden Tag, würdest du das auch nicht machen wollen?
01:01:21: Doch ich habe sowas sogar schon mal gemacht.
01:01:23: Und zwar hieß diese Serie also Telo Novella Wege zum Glück Spuren im Sand die läuft auch.
01:01:34: Es gibt irgendein Tele-Noveller-Kanal im ZDF.
01:01:37: Das
01:01:39: klingt wie ein Song von Howard Cappendale.
01:01:40: Schrecklich!
01:01:42: Aber weißt du, ich hab ganz oft Anfragen gehabt von Rote Rosen und also schon ganz am Anfang.
01:01:49: Ich habe es glaube ich neunmal abgesagt Und dann habe ich immer den Satz gesagt wirst ihr wenn ihr mich mal zum Winter erwischt und die Produktion zufällig in Berlin oder Potsdam sein sollt das ist ja gerne Was passierte?
01:02:04: Zum Winter riefen sie mich an vor, ich glaube es war zwanzig paar zehn Jahren und haben gesagt Anne hier wird produziert im Babelsberg besagte Telo Novella.
01:02:18: Und dann habe ich gesagt Jo das mach' ich!
01:02:22: Das mache jetzt mal da.
01:02:24: Da hat die gerade ein Jahr vorher dieses Theater so an Street gespielt und ich dachte ja also jetzt wieder drehen finde ich eigentlich cool Und hab dann aber auch ... Für mich war's so ein bisschen, ich wollte wissen ob ich es kann.
01:02:39: Fortzig Minuten am Tag.
01:02:42: Ich hatte immer noch diese Vorstellung, na ja, ich bin ja nicht in jeder Szene drin!
01:02:46: Also guck mal, ich Bin ja nicht so viel ... Scheiße, du bist jeden Tag da?
01:02:50: Mhm.
01:02:53: Das habe ich dann eben sehr schnell mitgekriegt und vorher hab ich gesagt, ich fahre vielleicht, wenn ich mal ein paar Stunden Pause hab.
01:03:01: nach Hause Habe ich dann überhaupt nicht gemacht.
01:03:04: Ich hatte eine Garderobe, habe gesagt stelle mir hier bitte ein Schreibtisch rein.
01:03:09: und da hab' ich immer schon Text gelernt.
01:03:11: Text, Text, text, text.
01:03:13: Und das war immer so, dass ich am Wochenende nach Hause kam.
01:03:16: Also hast du fünf Bücher gehabt für die kommende Woche?
01:03:21: Eigentlich war es so... Die fünf Folgen musstest du richtig gut können und fünf Folgens musstest Du anlernen.
01:03:28: Wurde das über die Woche weniger?
01:03:30: Hattest du nur noch fünf Bücher, und dann kam zum Wochenende wieder fünf Büchern.
01:03:33: Das sind wieder zehn Bücher!
01:03:35: Und die müssen so alle ganz schneller...
01:03:37: Die Arbeit ist nur abgeliefert
01:03:39: oder?!
01:03:39: Wahnsinn!
01:03:40: Und dann habe ich auch zu meinem Mann gesagt, also ich hab hier unten nicht gesessen, weil der sich gar nicht mehr bewegen kann.
01:03:46: Ich hab oben ja dann in meinen Arbeitszimmer angerichtet ...und manchmal kam er am Wochenende ganz vorsichtig, hat angeklopft.
01:03:54: Anne!
01:03:55: Könnt man vielleicht mal eine halbe Stunde spazieren gehen?
01:03:58: Ich habe gesagt, nein ich
01:03:59: kann nicht.
01:04:00: Ich muss lernen und das war... hab' ich ein halbes Jahr gemacht und es war hart.
01:04:06: Das habe ich dann gemeint.
01:04:07: aber ich muss sagen als ich in der Mühle war, habe ich's nicht realisiert weil durch die Bündnerfahrung, die ich hatte, eine gewisse Spontaninität wie da entwickelt hat Sachen mir anzugucken.
01:04:27: Was kann ich damit machen?
01:04:28: Okay, Proben hast du nicht großartig!
01:04:31: Du hast nur einen technischen Durchlauf für die zwei Kameras, die sie haben und dann wirst du reingeschmissen so zu den Seiten Text Und du kannst da nicht wortwörtlich alles wiederholen.
01:04:45: Es ging aber größtmöglich.
01:04:47: Und ich hatte eine junge Kollegin, die hat meine Tochter gespielt, die Christine Heim.
01:04:51: Die war ganz aufgeregt immer, sie war jung und ich habe immer gesagt so... ...und die brülten dann immer schon draußen.
01:04:57: Oh und bitte!
01:04:58: Und ich habe gesagt, Christine wir gehen raus wenn wir soweit sind.
01:05:02: Da hab' ich manchmal so dann so... Ich sag's wieder jetzt Aden, Müsterme in Bauch.
01:05:08: Jetzt gucken wir mal, was passiert.
01:05:11: Und so bin ich an die Szenen rangegangen.
01:05:12: Wir gucken mal, Was passiert?
01:05:14: Den Text konnten wir ja irgendwie ... So!
01:05:17: Ja eigentlich war nie immer sehr texticher und dann haben wir uns reingeschmissen in diese Situation.
01:05:23: der Vorteil war kein Mensch hat dir irgendwelche Vorgaben gemacht.
01:05:27: Ich
01:05:28: hab auch gerade überlegt ob dann jemand sitzt und mitliest was du spielst.
01:05:32: natürlich Du hast Dialo Coaches gehabt oder sagen wir mal richtig Schauspielercoach, ist die ich gar nicht brauchte.
01:05:40: Aber manchmal war es ganz gut, die sind dann nämlich immer zu dir gekommen und haben gesagt kannst du das noch so und so machen mit dem Regisseur, dass du kaum Kontakt, der saß irgendwo ganz hinten hinter sechs Monitoren weil sie Zeit gleich geschnitten haben.
01:05:55: Und es ist so, also du kamst dir schon ein bisschen vor wie Versuchskaninchen für die Technik?
01:06:02: Ja!
01:06:03: Also, aber trotzdem muss ich sagen hat es auch Spaß gemacht weil du sehr viel mitbestimmen konntest.
01:06:11: Die Rolle hat wirklich dir gehört.
01:06:13: und als das Ding dann... Es wurde abgesetzt nach einem halben Jahr und da kam der Himmler ran.
01:06:21: Das ist der neue Programmchef gewesen dann vom ZDF und da wurde alles ganz viel abgesetzt um gemodelt so und von jetzt auf gleich
01:06:29: aus.
01:06:33: Und ich habe das erfahren auf einem Richtfest meiner Buddelkastenfreundin Uta in Adlershof.
01:06:39: Mein Mann sitzt schon im Auto, ich hab mich noch verabschiedet.
01:06:42: Ich setze mich rein und er sagt ... Uta hat gerade angerufen, ist meine Agentin Ute Nikolaj.
01:06:48: Eure Serie ist abgesetzt!
01:06:50: Und ich guck ihn an wie die Serie, die ich grad mache?
01:06:54: Ja.
01:06:55: Aha... Und in dem Augenblick habe ich nicht gewusst ja soll ich mich jetzt ärgern oder soll ich mir freuen?
01:07:00: Wirklich
01:07:01: freuen, ja.
01:07:02: Und dann habe ich gemerkt, da habe ich erst mal angefangen zu realisieren.
01:07:06: So nach vierzehn Tagen, wo ich mich befunden hab... Ich habe ja nach Stechmore gearbeitet!
01:07:12: Es war in jedem Raum, gab es Monitore mit Uhren.
01:07:16: Da war auf der linken Seite die Is-Zeit oder die Solzeit und auf der anderen Seite ist Zeit.
01:07:24: Wenn du ein zwei Minuten gehangen hast nicht in deinem Zeitfenster warst mit einer Szene Das war schon halbes Drama.
01:07:33: Da wirst du irre, dann randen wir ständig in die Maske und randen wieder zurück ins Studio oder wir randen ins Kostüm zogen uns schnell um und wieder also im Laufschritt haben mir teilweise schneller unsere Texte durchgemacht weil es gab ja immer nur diese eine Stellprobe diese technische Und das habe ich dann erst kapiert.
01:07:56: Ich möchte nicht missen aber Ich weiß nicht, ob ich mir das noch mal antun würde.
01:08:00: Aber es ist eine Erfahrung, dass man hat sie gemacht und sie ist da.
01:08:04: Das ist bestimmt für unsere Hörer jetzt auch mal interessant hinter die Kulissen einer solchen Tele Novela zu sehen.
01:08:09: Also
01:08:09: heil!
01:08:10: Ja, aber ja, danke für diesen Ausflug und für die Bilder, die ich jetzt im Kopf habe... Jetzt weiß ich erst, wo es Gang Baro seit dreißig Jahren
01:08:18: leistet?
01:08:19: Und die müssen nur von zwanzig Minuten drehen.
01:08:21: Vier, fünfzig.
01:08:23: Nee, aber ihr wisst doch nicht meine.
01:08:27: Die haben noch einen Proben-Tag.
01:08:28: Wir hatten ja nicht mal
01:08:30: einen Probe-Tage.
01:08:30: Weil der ist verhaftet!
01:08:32: Joe Gerner.
01:08:34: Über zwanzig Jahre schon bei GZSZ.
01:08:36: Der
01:08:36: hat schon Privatlehrmann, weiß ich.
01:08:39: Du bist sehr vielseitig unterwegs und man sieht dich hier im Fernsehen beim Durchsetzen manchmal sogar an einem Tag mehrmals.
01:08:46: Behäust du es ein bisschen, dass du nicht mit einer bestimmten Rolle in Verbindung gebracht wirst?
01:08:52: Wie bei Simone Thomalla, die du erwähnt hast.
01:08:55: In Frühling spielt die Dorfhelferin Katja.
01:08:58: Das ist natürlich ein Segen wenn man sowas kriegt!
01:09:03: Das ist wirklich.
01:09:04: herzlichen Glückwunsch an Simone dass das so funktioniert hat und da muss man ja auch sagen das war ja so nicht geplant.
01:09:10: Die haben eine Folge gemacht.
01:09:12: dann hieß es wir machen zwei Folgen.
01:09:14: jetzt machen sie sechs neunzig Minuten im Jahr.
01:09:17: also das ist schon wow Das ist toll, klar.
01:09:25: Wer will das nicht haben?
01:09:26: Aber ich hab's nicht!
01:09:28: Ja gut, es gibt auch eine gewisse Freiheit.
01:09:30: Weil viele die ja so auf so ne Rolle festgelegt sind und sagen das bleibt wenig Raum sich anders zu zeigen weil die Leute ein bestimmtes Bild von einem haben dann Schublade stecken.
01:09:41: aber zum Beispiel wenn man so eine Reihe hat da kann man natürlich sehr viel beeinflussen.
01:09:48: also wie sich auch die Figur entwickelt.
01:09:50: Man hat jetzt nicht das allein gerecht Aber da kann er schon arbeiten.
01:09:54: Es fällt ja auch mit dir steht und fällt Wenn jetzt Hans Ziegel aufhören wurde, wäre auch nicht ganz einfach.
01:10:01: Und wenn du so ein Status die erarbeitet hast dann hast du einen Einfluss.
01:10:07: Weil wir vorhin drüber gesprochen
01:10:09: haben.
01:10:09: Ja genau ja das ist dann so.
01:10:10: aber da muss man auch erst mal hinkommen und da hinten...
01:10:12: Und Tchaosam und das Glück!
01:10:14: Richtig da hinklückt rein.
01:10:16: Da hinklückt rein.
01:10:17: Na ja Blauer Himmel, Berge, Alpengrün und die Geschichten dazu.
01:10:23: Ich hab das auch schon gedreht.
01:10:25: Das ist nicht das Schlechteste.
01:10:26: Sehr schön, sehr schön!
01:10:29: Es zündet natürlich dann in der Jahreszeit noch nicht vom Fernseher sitzen und vom nächsten Urlaub träumen.
01:10:34: Ja, ja, ja...
01:10:36: Mensch, Mensch, wenn jetzt eine Fee vom Himmel käme oder wo auch immer her... Wünscht ihr doch mal was?
01:10:43: Was soll man jetzt noch machen?
01:10:44: Was mache ich jetzt für dich?
01:10:45: Wünsch dir was?
01:10:45: Die Fee.
01:10:47: Kommt im Beruf jetzt
01:10:48: her.
01:10:48: Im Beruf Ja dann würde ich sagen, liebe Fee macht das wir endlich unseren eigenen Film machen.
01:10:55: Wegen des einen von den Fümmeln die im Schubfach liegen.
01:10:59: Das heißt ihr seid auch gemeinsam als Autoren tätig?
01:11:02: Äh
01:11:03: ja aber es ist... Wir nehmen uns dann immer noch einen Dramatogen oder ein Autor dazu weil Ideen schmeiß man und so zu.
01:11:15: Ich bin auch jetzt nicht ganz unbegabt, schreibt technisch.
01:11:18: Aber es ist schon noch mal was anderes Drehbücher zu schreiben.
01:11:24: Das sind nochmal andere Gesetzmäßigkeiten.
01:11:27: Was ich hier geschrieben habe, das ist ja meins.
01:11:30: Zeigst
01:11:31: du auf deine Biografie?
01:11:33: Ja!
01:11:34: Und beim Drehbuchern erwischen wir uns immer, was eigentlich überhaupt möglich zu realisieren, wenn man Szenen baut und so.
01:11:48: Man hat da schon eine Schere im Kopf?
01:11:50: Bezahlt sie mich so keiner?
01:11:51: Müssen wir gleich anders denken?
01:11:53: So was!
01:11:54: Und heute kann man sich aber die Drehbücher wieder anders nehmen weil die Technik sich so entwickelt hat dass man auch... Da sind wir wieder bei der KI mit der KI ganz wie machen könnte.
01:12:05: Aber dennoch muss er erstmal den Plot finden.
01:12:10: Erst mal das Gehirn einschalten.
01:12:13: Und
01:12:14: man jetzt nicht, ja?
01:12:16: Der ist ja auch schnell auf drei Seiten offen stehen wenn überhaupt zu viel
01:12:19: und dann wow!
01:12:20: So
01:12:20: und dann geht man rein und dann guckt man was steckt drin in diesem Ganze?
01:12:24: aber wenn ihr da sagt dass ihr da fünf zu liegen habt also Respekt
01:12:27: Aber sie liegen halt.
01:12:32: Ja, nicht.
01:12:33: Jetzt warte ich seitdem der Name Terrencell gefein ist darauf da sich noch mal eine Frage loswerden kann stellvertretend für alle möglichen Frauen in meiner Umgebung.
01:12:44: In deinem Buch Ich aus dem Osten hast du geschrieben dass du Terrencella Mal vor der Kamera in den Film küssen durftest als einzige Schauspielerin.
01:12:53: ja das ist richtig.
01:12:55: wie war
01:12:55: es?
01:13:00: Ja, ich war natürlich aufgeregt und die Szene hat er aber auch geschickt weiter nach hinten gelegt.
01:13:08: Und am Morgen kam ich dann an und er sagte gleich zu mir, muss nicht Scheue sein!
01:13:15: Muss nicht Scheu sein!
01:13:16: Und dann haben wir diese Szene so oft gedreht... Ich weiß gar nicht warum.
01:13:23: Und ich sagte mal, was ist denn jetzt los?
01:13:26: Aber irgendwie spielte das Pferd nicht mit.
01:13:30: Was neben uns stand war wurde der Himmel schwarz und da blau und dann hatten wir Lichtwechsel.
01:13:37: Wir haben es oft gedreht aber wir mochten uns ja.
01:13:39: deswegen War das dann auch völlig in Ordnung?
01:13:42: Und außerdem war seine Frau Laurie daneben.
01:13:45: Ich weiß nicht, ob an dem Tag ... Aber die war eigentlich immer da.
01:13:48: Die
01:13:48: hat ein Herz für dich denn da gibt's eine, die Geschichte geht ja
01:13:51: weiter mit
01:13:52: euch.
01:13:53: Ja, aber trotzdem ist es natürlich komisch wenn du dann so morgens sagst, jetzt musst du den küssen bei jedem anderen Schauspieler so, das war ja nicht das erste Mal, da machst du dir nicht so'n Kopf, aber bei Ternzilig.
01:14:07: Wow!
01:14:08: Bei welchem Schauspieler willste noch mehr einen Kopf machen?
01:14:11: nahezu der Ohnmachtnahe?
01:14:14: Der Ohnmarktnah war ich schon mal bei Antonio Gades, als ich ihn kennengelernt habe.
01:14:19: Aber er hat mir keinen Kuss gegeben.
01:14:21: Das war zu diesen besagten Filmfestspielen in Moskau.
01:14:25: Ich hatte gerade diesen Karrenfilm gesehen, den Tanzfilm und das war Carlos Zaurer ist da.
01:14:32: Und der ... Ich fand ihn sensationell!
01:14:37: Ich war verliebt in dieser Figur da Und dann kam ich zu diesen Filmfests spielen und hörte, Antonio Gades ist da.
01:14:48: Wir trafen uns ja jede Nacht im Russier in diesem riesigen Hotel Moskau in Dabar.
01:14:54: Also wir waren ja alles Teilnehmer... ...und da habe ich auch jeden Abend Robert De Niro gesehen!
01:15:01: Wir haben auch gequatscht.
01:15:03: aber als Antonio Gadas kamen, ich wurde ihm vorgestellt, ich merkte richtig wie meine Knie weich geworden sind Und er machte dann so ein, er knallte die Pferse so zusammen und gab mir einen Handkuss.
01:15:18: Ich war es so aufgeregt!
01:15:19: Es war wirklich das einzige Mal in meinem Leben.
01:15:21: Ich glaube bei dem wäre ich zusammengebrochen.
01:15:26: Und bei Terrence ja nicht Steffi?
01:15:27: Das war das was du wissen wolltest?
01:15:29: Genau das war das, was ich
01:15:30: wissen wollte.
01:15:31: Nein aber da waren wir schon richtig befreundet.
01:15:33: Das war ja schon ganz anders verhältnis.
01:15:35: Er
01:15:35: war auch euer Trauzeuge.
01:15:36: Unser Trauzeugen Regisseur war er ja auch noch.
01:15:41: So, ist dieses Thema jetzt dann auch geklärt.
01:15:43: soweit
01:15:44: für dich?
01:15:44: Ja, die bunte Seite unseres Podcasts liegt bei mir das weiß ich, das interessiert dich nicht.
01:15:50: Kannst du eine Doppelseite machen?
01:15:51: wie funktioniert ein Filmkurs?
01:15:52: vielleicht können wir somit mal erfahren.
01:15:56: Ohne Zunge!
01:15:56: Okay... Ja natürlich in den fünfziger-sechzigern bei den Amis die haben sich immer so neben
01:16:06: dem Grundzug...
01:16:10: habe ich so eigentlich nicht erlebt.
01:16:12: Also wenn dann hat man sich geküsst, aber es ist ja meist immer eine blöde Situation.
01:16:18: Keiner der Leute findet's toll am Set und es ist Arbeit, es ist einfach Arbeit,
01:16:26: Technik
01:16:26: wie alles bei der Schauspieler.
01:16:28: Ja also
01:16:31: was wünschen wir denn, wenn wir jetzt gehen?
01:16:34: Dass eine ... Sechs, neunzig Minuten davon fallen.
01:16:40: Sollen die an der Nordsee spielen oder eher in den Bergen?
01:16:43: Die Berge haben wir ja gut gesetzt.
01:16:46: Eigentlich auf Rügen, ich bin ja so ein Rügenfan aber das ist ja schon besetzt.
01:16:52: Praxis mit Merble.
01:16:54: Genau und das ist sehr schade.
01:16:58: da könnte ich doch eigentlich als Schwester von auftauchen
01:17:04: Hintpassen würdest du doch auf jeden Fall.
01:17:11: Ich sehe die da auch immer drehen, denk mal warum denkt keiner an mich?
01:17:17: Na gut dann drücken wir die Daumen dafür!
01:17:19: Nein aber ich will natürlich meine eigene Reihe und ganz toll spielend in Potsdam wäre auch schön.
01:17:29: Oder
01:17:32: man verfilmt doch noch mal in Sans-Sousie ein historisches Stück.
01:17:35: Ja, das ist auch sehr schön!
01:17:38: Das war übrigens auch bei Troublemaker toll dieses Umdass da mit Hut und Pferd und so richtig in der Prairie.
01:17:47: Da musst du mal gar nicht mehr spielen.
01:17:51: Was soll ich sagen?
01:17:52: Ich habe so viele Eindrücke und so viele schöne Bilder im Kopf, die nehme ich gerne mit.
01:17:55: Vielen Dank dafür!
01:17:56: Das
01:17:56: ist schön,
01:17:58: dass ihr hier seid und bei dem herrlichen Wetter.
01:18:01: Und die Polizei und Feuerwehr haben sich ja größtmöglich zusammengerissen?
01:18:06: Ja
01:18:06: das wird die Stelle wo jetzt der Moderator sagen muss wir bitten die zeitweiligen Tonen und Peter haben wir ja nicht Störungen zur Entschuldigung.
01:18:14: Wir sitzen hier schon im Garten bei Annika Speck und bedanken uns für die Gastfreundschaft.
01:18:27: Aber ich werde es mir merken.
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